Die Ruhe der Natur

Wahrscheinlich ist es besonders für Stadtmenschen wie mich etwas so besonderes und unglaublich schönes, dass sich viele Menschen, die in ländlicheren Gegenden fragen, warum Menschen überhaupt in der Stadt leben, wenn sie die wunderbare Ruhe und ausgleichende Atmosphäre der Natur verlassen haben, um im Trubel der Stadt zu leben.

In der Natur sind wir dichter bei uns selbst. Wir horchen instinktiver auf die kleinen Zeichen unseres Körpers oder unseres Geistes und auch unsere Seele befindet sich wieder schneller im Einklang mit der Einheit, aus der sie eigentlich entstammt. In der Natur wiederfahren uns die ursprünglichen Erlebnisse und Erfahrungen, welche wir in der Zivilisation nur zu leicht verlernen, weil wir gestützt von elektronischen Hilfsmitteln unsere ureigenen Sinneswahrnehmungen nicht mehr in der Form nutzen, in der sie eigentlich vorgesehen sind.3

Wir können den vielfältigen Geräuschen der Tiere lauschen, die um uns herum sind. Sie vollziehen ihre täglichen Arbeiten und Aufgaben, ohne nach dem Grund zu fragen. Sie tun einfach, was getan werden muss. Es gibt keine unnötige Aktion, es gibt nur eins – die eigene Bestimmung zu erfüllen.

Wir hören die Pflanzen, welche durch den Wind ein wundervolles Konzert rauschender Blätter für uns spielt. Wir können uns diesem Konzert hingeben und die Ruhe und Kraft der Naturgewalten unmittelbar durch unser Gehör erspüren. Bäume, viele Jahre alt, halten diesen Gewalten stand. Bäume können für uns ein bedeutendes Symbol der Verbindung zwischen Mutter Erde und der göttlichen Unendlichkeit im Himmel und Universum sein. Ihre Wurzeln halten sich tief in Mutter Erde und kaum ein Sturm vermag es, ihre kräftige Verankerung im Grund zu zerstören. Ihre Äste hingegen ragen kraftvoll nach oben in den Himmel, wie ausgetreckte Arme, die ihre Verbindung zum großen Ganzen über uns bedeuten. So manch feinfühliger Mensch kann beim Berühren eines Baumes diese Kraft leicht spüren. Die Energien der Schwerkraft, wie der Levitationskraft verbinden sich in einem Baum und sind selbst für uns Menschen leicht spürbar. Wir müssen auch hier nur auf unsere Sinne vertrauen und können dann das fließen dieser Energien durch bloße Berührung fühlen.Softwasser_2850-50

In der Natur können wir das Spiel des ewigen Kreislaufes des Wassers erleben. Wir spüren den kühlenden Regen, welcher anschließend in den Boden sickert und dort sowohl Pflanzen als auch Tieren das Leben ermöglicht. Wir sehen es in manchen Teilen aus dem Erdreich dringen und zu einem beständig fließenden Fluss erwachsen. Wenn wir in einem Fluss baden, können wir uns dieser Strömung hingeben. Diese Strömung ist beständig, solange der Fluss Wasser trägt. Nicht immer gleich stark, aber der Fluss bleibt ununterbrochen. Irgendwann fließt der Fluss vielleicht in eines der großen Weltmeere. Das Wasser verdunstet durch die kräftigen und wärmenden Strahlen der Sonne, um am Himmel verschiedenste Wolken zu bilden und an anderer Stelle wieder zu Wasser – zu Regen zu werden und dort der Natur erneut die lebenspendende Kraft zu schenken, die Wasser in Kreislauf des Lebens innehat.Weisser Strand

Die Natur kennt keine Eile, die Natur erkennt keinen Sinn darin, Prozesse durch elektronische Hilfsmittel zu beschleunigen. Effizienz ergibt sich in der Natur durch den Lauf der Dinge. In seiner eigenen Zeit passen sich die wiederkehrenden Vorgänge einfach an. Die Natur nimmt sich für alles die Zeit, die es braucht. Kein Hetzen – kein Deadlines. Keine Konferenzen, in denen die Stellschrauben versucht werden, noch fester gezogen zu werden. All dies benötigt die Natur nicht.

Entschleunigung – ein Wort, dass vielen Stadtmenschen, welche die Natur für sich wieder entdeckt haben, sicherlich bekannt ist. Das vermag die Natur für uns. Sie führt uns vor Augen, dass wir so manches Mal einfach zu schnell in unserem Leben unterwegs sind. Dass wir einfach versäumen, uns die Zeit für die Dinge zu nehmen, die sie benötigen. Zeit, uns selbst zu entdecken, uns und unsere Mitmenschen kennenzulernen.1

Die Natur ist ein perfektes System, welchem wir uns stetig versuchen zu entziehen und uns vom ihn abzugrenzen. Aber auch wir sind Natur. Natur ist wir. Wir brauchen sie, die Natur. Sie ist Teil von uns, und wir sind ein Teil von ihr. Jedoch ist unsere Abhängigkeit von ihr viel größer, als ihre Abhängigkeit von uns. Dies dürfen wir nicht mehr leugnen, wenn wir weiterhin existieren wollen, wenn die Menschheit weiterhin eine Chance auf dieser Welt haben möchte.

Natur ist Leben! Ich liebe Natur – ich liebe Leben!

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