Neue Smoothie-Fruchtkompositionen – Stand 04.07.2014

Ich glaube, ich muss mich nicht stetig wiederholen in Bezug auf das Basisrezept für einen Smoothie, so wie ich ihn zubereite. Zu finden ist das Rezept ja hier: https://lebebewusst.wordpress.com/2014/02/26/heute-einmal-etwas-suses/

Für die beiden Smoothie Varianten, die ich heute vorstelle, lasst Ihr die Banane aus dem obigen Basisrezept einfach weg.
In der ersten neuen Variante habe ich als Obstanteil eine Aprikose, eine Kiwi & eine Handvoll Blaubeeren verwendet. Die Mischung aus der Süße der Aprikose und der Blaubeeren, sowie die angenehme säuerliche Note der Kiwi haben sich sehr gut miteinander vertragen. Kann ich sehr empfehlen.
Aprikose-Kiwi-Blaubeer-SmoothieNoch viel mehr gefallen hat mir allerdings mein Aprikosen-Erdbeer-Smoothie für welchen ich zwei Aprikosen und 5-6 Erdbeeren verwendet habe. In diesem Fall stammten die Beeren aus meinem kleinen Balkongarten und das hat mir besonders gut gefallen.
Aprikose-Erdbeer-Smoothie

Viel Spaß beim Ausprobieren!

Nachtrag vom 04.07.14
Heute habe ich eine weitere aprikosen-orangefarbene Variante versucht. Auch wieder OHNE Banane, dafür mit 2 Aprikosen und einer halben Cantaloupe-Melone. Sehr lecker, sehr fruchtig, sehr frisch. Wer Melone mag, mag auch diesen Smoothie!
Melonen-Aprikosen-Smoothie

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Billige Mode zum Wegwerfen

Ich bin heute durch einen Freund via Facebook auf einen Fernsehbeitrag des ZDF aufmerksam geworden, den ich nur jedem wärmstens ans Herz legen kann.

Ich bin immer wieder entsetzt, dass wir Menschen so mit uns, dem Planeten und unseren Mitmenschen umgehen. Ja, auch ich selbst kann noch an sehr vielen Stellen in meinem Leben Dinge verbessern und es gibt nahezu immer etwas, dass es kritisch zu beäugen gibt. Gerade deshalb möchte ich aufmerksam machen und das Augenmerk hieraus richten. Es lohnt sich, nach dem Anschauen des Beitrags auch hier einmal das eigene Konsumverhalten bei Kleidungseinkäufen zu hinterfragen.

http://www.zdf.de/ZDFmediathek/beitrag/video/2005816/ZDFzoom-Mode-zum-Wegwerfen#/beitrag/video/2005816/ZDFzoom-Mode-zum-Wegwerfen

Aufräumen – Platz für Neues

Das Spannende am Leben ist doch, dass niemand wirklich immer gut gelaunt ist, dass niemand wirklich immer genau weiß, wohin der Lebensweg führt und auch wenn ich oftmals wundervolle Gedanken habe und mein Urvertrauen in das Leben, das Universum und die Ordnung der Dinge gegeben ist, wache auch ich manchmal morgens auf und stelle alles in Frage. Besonders lustig finde ich das, nachdem ich in meinem letzter Post noch über Zweifel schrieb und gestern es mich dann selber überkam: Ich war voll von Zweifel.
Bin ich auf dem richtigen Weg? Habe ich die richtigen Entscheidungen getroffen? Werde ich meine innere Ruhe und Gelassenheit und den liebenden Blick auf das Leben beibehalten können? Werden sich die Dinge wirklich so entwickeln, wie sie es sollen und ich es mir wünsche?
Das Gute an solchen Momenten ist, dass ich mittlerweile sehr genau weiß, was da in mir passiert. Es ist mir klar, dass es das Ego ist, welches den Zweifel säht und ich sehe darin auch die Chance, die Dinge noch einmal genauer zu beleuchten. Vor allem auch zu schauen, worin diese Zweifel begründet liegen. Das macht das Gefühl der Unsicherheit nicht wirklich anders, aber dennoch kommt es mir nicht mehr so ausweglos vor, wie früher.

Ich habe mich trotz dieses dumpfen Gefühls im Bauch auch dennoch meinem kleinen „Workshop“ im Buch „Der Weg des Künstlers“ gewidmet. Die neue Woche startete und das bedeutet immer, dass ein neues Kapitel zu lesen bereit steht. Und was kommt mir auf diesen Seiten unter die Augen? Alles was ich las drehte sich genau um mein Tagesthema: Unsicherheiten, Ängste, nicht von der Stelle kommen usw. In diesem Moment hat sich ein Lächeln auf mein Gesicht gezaubert und die Antwort war wieder da. JA, die Dinge kommen genauso wie sie sollen, sofern wir Augen und Ohren offen halten und wenn wir es geschickt anstellen, lassen wir auch die anderen Sinne dabei nicht aus. Die Worte, die ich las haben eine unheimlich schöne Energie in mir entfacht, welche in wenig eingeschlummert war. Ich war plötzlich voller Tatendrang und habe etwas gemacht, dass wundervoll und befreiend sein kann: ich habe angefangen AUFZURÄUMEN.

Dieses Aufräumen war ein reales, materielles Aufräumen. Ich habe – und das, nachdem ich es bereits über Wochen aufgeschoben hatte – meinen Balkon komplett gereinigt. Aus meinen kleinen Garteneinträgen ist ja vielleicht bekannt, dass ich Gemüse, Erdbeeren und Kräuter angepflanzt habe. Da nun alles soweit „fertig“ war, wäre es längst nötig gewesen, hier einfach etwas Ordnung und Sauberkeit zu schaffen. Gestern war es dann soweit. Alle Möbel, Töpfe und Pflanzen runter vom Balkon und dann los. Abgefallene Blätter, kleine Ästchen wurden aufgesammelt und entsorgt. Das Kraut, welches zwischen den Steinplatten empor wuchs, habe ich mit wohlwollenden Gedanken ebenfalls entsorgt. Geschrubbt und gewischt, bis alles eine feine Ordnung hatte. Nicht zu steril natürlich – draußen in der Natur gehört ein wenig Wildheit nun einfach dazu. Und in diesem Moment wurde mir eine kleine Sache bewusst. Ich würde meine Blogartikel viel lieber auch einmal an einem sonnigen Tag draußen schreiben und nicht immer am Computer in der Wohnung. Nur schreibt es sich mit dem Laptop auf dem Balkon in der Sonne einfach nicht besonders gut. Also kurzum bin ich zum Baumarkt gefahren und habe einen Sonnenschirm gekauft. Bei der Gelegenheit ist mir direkt auch ein neuer Duschvorhang unter gekommen. Auch etwas, das längst überfällig war…

Selbstverständlich ist ein solches Aufräumen und Reinigen nie nur ein Vorgang rein auf der materiellen Ebene des Lebens. Aufräumen ist etwas sehr befreiendes. Aufräumen heißt, mit alten Dingen abzuschließen, den Dreck und den Staub von den Dingen zu putzen und sich anzuschauen, was darunter verborgen liegt. Gefühle, Themen und auch Gegenstände, die sich über Tage, Wochen, Monate und gar Jahre in diversen dunklen Ecken angesammelt haben können nun neu betrachtet werden. Von manchen wissen wir, dass wir sie nicht mehr brauchen und im besten Falle trennen wir uns sofort von ihnen, damit sie uns nicht mehr belasten. Vor allem entsteht im Loslassen alter Dinge immer wieder auch Raum für Neues.
Beim Aufräumen finden wir zudem auch immer mal einen verborgenen oder gar vergessenen Schatz wieder, welchen wir vor langer Zeit begraben haben oder aber auch nur ein kleines, feines Hilfsmittel, welches uns erinnert, wohin wir unsere Energie richten können. Manchmal ist ein solcher Schatz einfach ein unglaublicher Schub an tatkräftiger Energie, welche wir nutzen können, endlich einmal anzufangen, mit einem Vorhaben, einem Traum oder einem neuen Projekt. Wir können diese Energie aber auch nutzen, um aktuelle Arbeiten mit neuem Antrieb zu versehen. Manche Dinge, die wir bereits gestartet haben, dümpeln vor sich hin und wollen sich nicht recht entfalten. Also können wir ihnen das Aufräumen endlich wieder das geben, was wir ihnen bisher nicht zugestehen konnten: Neuen Raum für Entfaltung und die dafür notwendige Energie und Antriebskraft.

Ich weiß genau, dass das Aufräumen noch nicht zu Ende ist. Es warten noch meine Schränke und Schubladen auf ein wenig Pflege und Fürsorge und damit sind nicht nur die Stauräume in meiner Wohnung gemeint. Nein, auch die im Geiste und in der Seele wünschen sich, von altem Ballast befreit zu werden. Dies kann uns niemand abnehmen. Hilfe dafür können wir bekommen, aber das Entrümpeln müssen wir selber angehen.

Während ich diese Worte schreibe, sitze ich draußen auf meinem Balkon. Ich liebe meinen frischen Balkon. Alle Blumen, Pflanzen und Möbel kommen nun viel besser zur Geltung. Ich sehe die kleinen Insekten, welche ihren eigenen Lebensraum hier für sich erschlossen haben und freue mich über den Lauf der natürlichen Ordnung.

Willst Du Dich auch frei machen für neue Wahrnehmungen und neue Kraft? Räum auf! 🙂

Schatten des Zweifels

Wir gehen unseren Weg, ein jeder von uns tut das. Nichts und niemand kann uns davon abhalten und dennoch kommen sie immer wieder auf – Zweifel. Sie nagen an uns und wollen uns nicht so wirklich ausleben lassen, was uns glücklich macht. Wir können ihnen kaum widerstehen und geben ihnen meistens nach. Warum tun wir das? Was ist es, dass es den Zweifeln so leicht macht, uns davon zu überzeugen, gegen unser Wohl zu handeln?

Zweifel entstehen aus dem Ego. Das Ego, welches möchte, dass alles immer so bleibt, wie es ist, aus einem falschen Sicherheitsempfinden. Und dabei ist es dem Ego völlig gleich, ob es aktuell „gut“ oder „schlecht“ ist. Wir werden von unserem eigenen Ego dazu verführt, in einer verfahrenden Situation verhaftet zu bleiben. Viele Menschen gehen einem Job nach, der sie zutiefst unglücklich macht. Die Tätigkeit füllt sie überhaupt nicht aus, weil sie keinen sinnhaften Inhalt hat oder die Dankbarkeit der Konzern- oder Betriebsinhaber ist nahezu nicht vorhanden. Möglicherweise wird das Gefühl vermittelt, man müsse froh sein, überhaupt einer Arbeit nachgehen zu können und solle sich verpflichtet fühlen, deshalb alles für diesen Job hinten anzustellen – Privatleben, Familie und Freunde. Andere Menschen befinden sich in einer Beziehung, in der sie nicht sie selbst sein können. Möglicherweise unterdrücken sie ihr wahres Selbst aus Angst, den Partner sonst zu verlieren. Andere Menschen stecken wieder in noch ganz anderen, hinderlichen Umständen.

Aber dann auf einmal schöpfen wir die Kraft, uns aus dieser eigentlich für uns nicht zuträglichen Situation zu befreien. Wir haben konkrete Schritte im Auge, den Zustand zu verändern und plötzlich, wie ein Blitzschlag, fährt ein Zweifel in uns und redet uns ein, dass die Veränderung nicht gut sein wird. „Ich kann das gar nicht alleine schaffen, wenn ich meinen Partner verlasse. Wie soll ich zurechtkommen, ohne ihn. So schlimm ist das doch alles gar nicht…“ oder aber „Was für einen Job soll ich denn sonst machen? Mich nimmt ja sonst niemand. Und irgendwie muss ja jeder seine Brötchen verdienen. Ich kann froh sein, dass ich diese Arbeit jetzt bekommen habe.“

Schon zerfallen alle Pläne und die Veränderungsenergie in uns lösen sich in Luft auf. Wir haben dem Zweifel in uns zu viel Macht und Raum gegeben. Der Zweifel erfüllt uns und das Ego übernimmt unser wahres Selbst. Wir geben auf, was sich so sanft und frisch gebildet hat und uns hätte befreien können, weil wir dem Ego zu viel Bedeutung beimessen.

Wozu aber gibt es dann die Zweifel überhaupt? Warum werden sie so mächtig in uns?
Zweifel sind grundsätzlich nichts falsches, sonst wären sie nicht da. Wir geben ihnen nur zu viel Aufmerksamkeit, so wie wir dazu neigen, alles Stimmen des Egos zu viel Aufmerksamkeit zu geben. Zweifel sollen uns eine Möglichkeit eröffnen, noch einmal zu hinterfragen, ob wir in dem Schritt der Veränderung auch wirklich nach unserem wahren Selbst gehen. Der Zweifel will uns die Möglichkeit geben, unsere Idee zu hinterfragen, mögliche Gedankenfehler zu erkennen und alles ins rechte Licht zu rücken. Doch wir messen dem Zweifel zu viel bei, geben ihm zu viel Kraft. Wir sehen ihn eher als Feind in unserem Kopf denn als Freund in unserem Herzen und somit lassen wir uns von den Schatten des Zweifels einhüllen und können unseren Weg nicht mehr klar erkennen. Wie blind stolpern wir einen kurzen Moment in der Dunkelheit umher, nur um uns dann zu entscheiden, einfach dort zu bleiben, wo wir sind, in Dunkelheit… ohne zu erkennen, dass es weiterhin ein klares Licht in der Ferne gibt, auf das wir nur mit der Kraft unseres inneres Selbst, innerer Liebe und inneren Vertrauens zugehen müssen.

Die Wahl des Weges

Ich bin krank! Ich war schon das gesamte schöne und sonnige Pfingstwochenende krank und plage mich mit einer üblen Erkältung herum. Husten, Schnupfen, Hals-, Kopf- und teilweise Muskelschmerzen quälen mich. Während alle anderen die Sonne genießen, muss ich drinnen liegen und das Bett hüten. Ich habe so viel kostbare Zeit vergeudet damit, diesen geschwächten Körper zu schonen und hätte so viele andere, wundervolle und bessere Dinge tun können. Ein Freund wollte etwas mit mir trinken gehen, ein anderer feiern, ich hätte Sport treiben und mich ein wenig sonnen können. Aber nein, ich musste ja krank im Bett liegen und habe mich so schlecht gefühlt und es war so schlimm, dass…

Hmmm – Ja, so hätte ich die ganzen letzten Tage verbringen können… Leidend und ablehnend hätte ich mich in eine Krankheit ergeben können, die aber diese Art von Aufmerksamkeit überhaupt nicht „verdient“ hat. Mit diesem Empfinden und dieser Haltung hätte ich alle Energie auf die Krankheit gelenkt und hätte diese damit genährt, hätte wohlmöglich ihre energetische Ursache noch mit genau der Nahrung gespeist, die sie benötigt um weiter aufzukeimen.

Ich habe mich jedoch anders entschieden.

Ja, ich habe Momente gehabt, in denen mich das krank sein an diesem gerade vergangenen Wochenende genervt hat. Ja, ich habe Momente erlebt, in denen ich mir gewünscht habe, nicht diese kratzenden Schmerzen beim Hustenreflex zu haben. Dennoch habe ich auch eine Wahl getroffen und mich bewusst dafür entschieden, meine Erkältung anzunehmen. Sie als Ausdruck meines Körpers zu erleben, welcher mir zeigen möchte, dass auf irgendeine Art ein Ungleichgewicht zwischen Körper, Geist und Seele besteht, welches sich nun auf diese Weise manifestiert hat. Ich habe mich bewusst dazu entschieden, dem Körper die Ruhe zu geben, die er in solchen Momenten benötigt, um das Gleichgewicht wiederherstellen zu können.

Oftmals können wir das in solchen Situationen nicht besonders gut, weil wir uns dann vor Augen halten, was wir stattdessen alles nicht mehr machen können. Pläne, die wir häufig schon bis ins kleinste Detail im Voraus gemacht hatten, werden dann plötzlich durch so ein „Vorkommnis“ zunichte gemacht. Darauf folgen Groll und Unzufriedenheit, Leid und Schmerz. Wir kämpfen auf verzweifelte Art gegen die Tatsachen an, mit denen wir uns konfrontiert sehen, aber wir kämpfen auch auf eine Art, die uns nicht helfen wird. Im Gegenteil – wir geben der Situation noch genau die Energie, die wir eigentlich brauchen, um Heilung zu erfahren. Jedoch hatten wir uns bereits im Vorfeld schon aufs Glatteis gewagt, indem wir zu große Erwartungen darauf gesetzt hatten, dass die aufgestellten Pläne sich definitiv auch umsetzen lassen. Wir haben unser Augenmerk zu sehr auf die Zukunft gerichtet, anstatt den Moment zu genießen. Und als die Zukunft dann Gegenwart werden sollte, sahen wir uns mit einer Komponente konfrontiert, welche wir in der Planung nicht berücksichtigt hatten – eine Erkältung…

Aus diesem Schmerz heraus wählen wir dann oftmals einen Pfad des Leidens. Es ist einer der Wege, den wir dann gehen können. Er ist recht einfach, weil er uns keine weiteren Steine aufzeigt, die es zu umgehen oder zu überspringen gilt. Der Weg des Leidens ist klar, deutlich und damit sehr einfach zu gehen. Wir können uns einfach hineingleiten lassen und uns davon mitreißen. Das Paradoxe an diesem Weg ist es jedoch, dass die Einfachheit des Pfades selber in einer Handlung liegt, die sehr viel Energie beansprucht. Wir gehen in eine Haltung des Widerstandes und wollen etwas abwehren, was schon längst Teil unseres Selbst geworden ist. Wir begehren gegen etwas auf, dass sich in der Natur der Sache nicht konkret verändern lässt und durch diesen Kampf versorgen wir unsere Krankheit mit genau der Energie, die sie benötigt. Wir klammer uns an unserem Leid fest.

Wir haben allerdings die Wahl. Wir können uns entscheiden, die Situation zu nehmen, wie sie ist. Wir können uns entscheiden, unsere Krankheit einfach anzunehmen, zu umarmen, um sie dann wieder los zu lassen. In der Akzeptanz einer Situation findet sich gleichzeitig auch die Befähigung, sie gehen zu lassen, wenn die Zeit dafür gekommen ist. Ein solcher Weg ist oftmals nicht sehr leicht einzuschlagen. Er weißt uns Steine auf: Zum Beispiel, melden sich Freunde, die gemeinsam etwas unternehmen wollen. Und nun müssen wir absagen, weil unser Körper uns dies versagt. Oder es existieren besagte Pläne, beispielsweise für einen Wochenendtrip, und die fallen damit ins Wasser. Manchmal ist es schlicht der Sonnenschein, der uns aufzeigt, was wir alles hätten tun können und ausgerechnet an diesen wunderschönen Tagen fühlen wir uns ans Bett gefesselt. Dennoch müssen wir nicht in diese kleinen Fallen tappen, wenn wir uns auf einem bewussten Pfad bewegen.

Ein guter Freund hat einmal ein schönes Beispiel genannt, wie wir einen dieser schwer anmutenden Pfade gehen können: Stellen wir uns doch einfach mal einen Pfad vor, welcher uneben ist, größere und kleinere Steine aufweist und alles andere als gerade und klar vor uns liegt. Und nun läuft ein kleines aber stetes Rinnsal Wasser diesen Pfad hinunter. Es findet seinen Weg, so oder so. Es umfließt die kleinen und auch die großen Steine. Selbst die Unebenheiten überwindet es, indem es seine Kräfte sammelt und dann, im richtigen Moment den Weg aus der Unebenheit heraus findet und weiter fließen kann. Es mag an diesen Stellen länger dauern, auf dem Weg vorwärts zu kommen, aber im den Moment, in dem der Fluss eines der Hindernisse überwunden oder umgangen hat, fließt der Fluss umso stärker weiter.

Der leichte Pfad, den wir oft sehen und so gern einschlagen, ist leider eine Illusion. Es ist der Stein, der vor uns liegt, der uns glauben macht, wir könnten einfach durch ihn hindurch gehen. Der uns glauben machen möchte, dass das in diesem Versuch der leichte Weg liegt. Aber wie sollte Wasser durch einen Stein fließen können? Wir bleiben davor und geben so viel Energie daran ab, weil wir mit aller Kraft versuchen, etwas zu vollbringen, was nicht möglich ist. Und trotzdem ist es so verlockend, dieser Illusion zu folgen und uns zu verbiegen und dabei in Zukunft und Vergangenheit zu flüchten. Ich wage an diese Stelle nicht, mir anzumaßen ein solches Vorgehen als falsch zu benennen. Wir alle treffen unsere Wahl und jeder trifft stets die für sich richtige Wahl. Somit kann auch der Weg des Leidens ein „richtiger“ Weg sein.

Dennoch habe ich erkennen dürfen, dass es möglich ist, wie das Wasser zu sein, wenn wir auf unserem Weg sind. Wir müssen nicht an allen Steinen und in allen Unebenheiten endlos hängen bleiben und unsere Energie in ihnen verbrauchen. Wir können in diesen Momenten unsere Energie bündeln und dafür aufwenden, die Hindernisse zu überwinden und wie das Wasser unseren Weg an ihnen vorbei und aus ihnen herausfinden. Jedes dieser Hindernisse birgt eine Erfahrung, jedes eine Erkenntnis.

Vielleicht fragt Ihr Euch, was ich denn dann für wundervolle Erkenntnisse und Erfahrungen hatte, während ich bei sonnigem Wetter das Bett hüten musste. Ich habe erlebt, dass ich einen angenehmen Spaziergang machen konnte, der meinem Körper gut getan hat, gerade WEIL die Sonne geschienen hat. Das wäre im Regen nicht so angenehm gewesen. Ich durfte die heilende Kraft von Freunden und Bekannten spüren, die sich gemeldet haben, weil sie eigentlich etwas unternehmen wollten und mir dann gute Besserung gewünscht haben. Ich konnte von meinem Krankenlager aus die strahlende Schönheit der Natur bewundern und habe daraus Kraft und Inspiration für diese Worte, die Ihr gerade lesen könnt, geschöpft. Und ich bin dankbar dafür.

Ich las neulich über ein 13-jährges Mädchen, welches an Knochenkrebs verstarb und kurz zuvor einen Brief für Eltern und Freunde hinterließ, in welchem sie sinngemäß niedergeschrieben hatte, dass es wohl gar nicht auf das Leben selbst und die Art und den Zeitpunkt des Todes ankommt. Sie hatte für sich erkannt, dass es vielmehr auf die „Geschichte“ ankommt, die wir alle selbst aus unserem Leben machen und dass wir stets die Entscheidung über Leid und Glück in unserem Leben haben, egal, was uns passiert. Wir sollten uns auch in den unschönen Momenten für das Glück entscheiden. Ich bewundere die Klarheit des jungen Mädchens.

Wir haben die Wahl, so bewusst zu sein und auch solche Erfahrungen und Erkenntnisse zu unseren werden zu lassen. Nimm auch das an, was Dir zunächst widerstreben mag und erlebe, was daraus erwachsen kann.
RoseDiese Worte widme ich allen Menschen, die sich weitaus größeren Herausforderungen ausgesetzt sehen, als einer simplen Erkältung. Ich widme es den Menschen, die schwere Krankheiten zu bewältigen haben oder tiefgehende traumatische Situationen durchleben mussten. Lasst Eure Erlebnisse nicht zu Eurem Feind werden, sondern zu einem Freund, welcher Euch die Möglichkeit einer Wahl aufzeigen möchte.