Gespiegeltes Erkennen

Schon häufiger habe ich darüber geschrieben, dass unsere Umwelt ein Spiegel für uns selbst sein kann. Ein Spiegel, der uns zeigt, worin uns die innere Ruhe und Balance fehlt, aber auch ein Spiegel der bestätigt, worin wir derzeit ausgeglichen sind. Oftmals sind wir jedoch auf die eher unschönen Dinge fokussiert und verlieren dabei aus den Augen, dass wir auch stets die Balance und unser Glück gespiegelt bekommen.

Als ich die letzten Tage in meinem kleinen Projekt gearbeitet habe, durfte ich freudig feststellen, dass viele Abläufe einfach sehr rund und ohne große Schwierigkeiten von statten gingen. Das Team, welches auch ganz verschiedenen Menschen besteht, die alle ihre eigene Perspektive und ihre eigenen Ansprüche auf das Produkt haben, konnten sich erstaunlich schnell einigen und es gab nur wenige Diskussionen oder Unstimmigkeiten. Alles Bereiche, für die ich zuständig war und die ich zu koordinieren hatte, haben Hand in Hand gearbeitet und es gab nur sehr wenige Stellen, an denen einmal etwas nicht funktioniert hat. Ich erkannte, dass dies ein wundervoller Spiegel meines inneren Zustands ist.

Dennoch gibt es einen Menschen, einen „wichtigen“ Menschen wie man es in unserer wertenden und hierarchischen Gesellschaft häufig benennt, der mir und auch ein paar anderen Teamkollegen auf sehr subtile Art eine gewisse Ablehnung entgegen bringt. Als er sich gestern verabschiedete, tat er dies sehr deutlich nur bei den für ihn „wichtigen“ Kolleginnen und Kollegen. Vorher war ich ihm bereits auf einem unserer Flure an einer sehr engen Stelle begegnet, und wurde von ihm sehr unsanft beiseite gedrückt. Es war eine diese Situationen, an denen mehrere Menschen sich in diesem Flur entgegen kamen und auf Grund von etwas zeitlicher Knappheit eine gewisse Hektik herrschte. Er musste schnell durch und hat damit die subjektive, eigene Wichtigkeit sehr deutlich gemacht. Oder war es etwas anderes, was er da zeigte?

Meine erste Erkenntnis hierzu war, dass ich im Vergleich zu früher sehr viel entspannter in solchen Momenten bin. Ja, ein wenig poppt das Ego auch einmal auf, aber es geht auch schnell wieder, weil ich ihm direkt signalisiere, dass es nicht notwendig ist. Als ich dann heute Morgen erwachte, hatte ich jedoch die eigentliche Erkenntnis. Jene Erkenntnis, die ich hieraus offenbar gewinnen sollte und die der Grund dafür gewesen war, dass diese Situationen sich mir so zeigten:
Trotz aller innerer Ruhe und Entspanntheit in meiner Rolle in diesem Projekt gibt es natürlich auch hier immer wieder einmal einen kurzen Augenblick, in dem ein gewisses Unwohlsein aufkommt. Unwohlsein, dass mich an früher erinnert – viel kleiner, viel sanfter, aber ähnlich dem, was ich von damals noch in mir trage. Es gibt Situationen, in denen ich nicht ganz so in mir Ruhe und in der mein Ego mit seinen kleinen Stimmen doch wieder versucht, sich hervorzutun…
Dieser Mensch begegnet mir nun also mit einer gewissen Ignoranz. Als er mir im Flur seine „Wichtigkeit“ deutlich machte und mich beiseiteschob, konnte ich darin für mich erkennen, dass ich auch hin und wieder eine gewisse Wichtigkeit in die Dinge lege, die ich ausdrücke und damit möglicherweise Freunde, Kollegen und andere Menschen in meiner Umgebung etwas überfahre. Wenn ich mich beispielsweise in die Aufgabenbereiche anderer einbringe, fehlt mir ab und zu vielleicht die nötige Subtilität und die Art meines Auftretens wird missverstanden. In der Verabschiedung, welche sich nur auf ausgewählte Menschen in der Runde beschränkt hatte, konnte ich meine eigene Unaufmerksamkeit erkennen. Manchmal nehme ich selbst auch nicht wahr, dass ich einen Menschen „übersehen“ habe und genau das hat mir dieser Moment verdeutlicht.

Es ist dabei nicht wichtig, ob meine Interpretation des Verhaltens meines menschlichen Spiegels korrekt war und er wirklich sein Ego befriedigt hat, indem er seine Wichtigkeit demonstrierte. Vielleicht war es Unsicherheit oder Unaufmerksamkeit. Das ist nicht relevant. Es ist die Erkenntnis darüber, dass ich etwas aus diesen Situationen erfahren konnte. Etwas darüber, wie ich als Individuum die Welt wahrnehme, mich darin empfinde und spüre. Was dieses Empfinden mit mir macht und wie sich dadurch die Welt in meiner Wahrnehmung stets verändert. Ich kann diesen Menschen, weil ich die Situationen durch diese Erkenntnis nun egofrei betrachte, so hinnehmen, wie er ist. Er ist genau wie ich und jedes andere Wesen auch Teil des großen Ganzen und damit Teil von mir und Teil von allem, das ist. Wieso sollte ich einen inneren Widerstand oder Ablehnung aufbauen, wenn wir alle eins sind?

Aus der ursprünglichen und reinen Kraft der Liebe, die uns alle ausmacht, kann ich dieses Wesen, diese Seele dankbar annehmen. Dankbar dafür, dass sie mir geholfen hat, eine Erkenntnis zu gewinnen. Eine Erkenntnis im wahrsten Sinne des Wortes, denn es sind unser aller ERKENNTnisse, durch die sich das Universum selbst in seiner Perfektion ERKENNT.

Was hast Du heute erkannt?

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Abstand nehmen und Ruhe gewinnen

In Situationen oder Umständen, in denen wir uns nicht wohl fühlen, ist es für die meisten von uns schwierig, die innere Balance zu bewahren. Wir fühlen dumpfe Leere im unteren Bauch oder unser Herzschlag poch uns bis in die Schläfen. Übelkeit, Magendruck und andere Beschwerden können uns sogar so krank machen, dass wir nicht mehr in der Lage sind, unseren Alltag zu bestreiten.
Andere Menschen glauben für sich eine Lösung darin zu finden, sich in jeder anderen Minute mit Dingen abzulenken. Sie flüchten so lange sie können förmlich vor der ungeliebten Lage, in der sie sich immer wieder finden. Aber damit werden sie letztlich auch nicht glücklicher und ausgeglichener. Wir treffen auf einen Menschen, mit dem wir uns nicht verstehen und immer wieder streiten oder setzen uns einer wiederkehrenden Tätigkeit aus, die uns unglücklich macht und dabei geraten wir mehr und mehr aus dem Gleichgewicht und entfernen uns immer weiter von unserem inneren Selbst. Diese innere Balance wieder zu finden und das Leben auch in solchen Momenten anzunehmen ist dann die größte Herausforderung.

Manchmal hilft es, einen Schritt aus der Situation heraus zu machen. Dies kann körperlich geschehen, indem wir räumlichen Abstand gewinnen, aber auch innerlich, indem wir uns gedanklich vollkommen der Situation entziehen. Mir ging es lange Zeit in meinem alten Beruf so, dass ich mich in den Umständen, die der Job mit sich brachte, einfach nicht mehr wohl fühlen konnte. Ich habe mich damals freigetreten und mir eine Auszeit gegönnt. Ich habe meine Selbstständigkeit vorbereitet, in dem ich mich weiter ausgebildet habe und diese dann auch schnellstmöglich umgesetzt. Ich habe Entscheidungen getroffen, die mein JETZT verändert haben. Nicht alles, was dadurch an Veränderung in mein Leben kam, hat mich nur glücklich gemacht. Das wäre einfach nicht wahr, aber bereut habe ich nichts davon. Nur so konnte ich nach einer langen Zeit ein Experiment wagen, indem ich ein kurzes Projekt in meinem alten Beruf annahm. Die Begleitumstände waren wunderbar und passten genau zu meinen Vorstellungen. Ich hatte die Möglichkeit, meine Klienten weiter zu betreuen und konnte für mich herausfinden, wie es sich nach der langen Zeit anfühlen würde, dem alten Job nachzugehen. Ich bin dankbar, dass ich diese Entscheidung so getroffen habe. Damals einen großen Schritt aus dem eigenen Berufsfeld heraus zu machen hat meine Perspektive, mein Empfinden und meine Gedanken stark beeinflusst. Ich spüre, wie ich gelassener und mit mehr innerer Ruhe auch in „alten“ Umgebungen glücklich sein kann. Innere Widerstände sind nicht mehr vorhanden und die Rückkehr in die Gesellschaft vieler wunderbarer Kollegen und Freunde hat sich als ganz wunderbare Sache herausgestellt.

Jeder sollte und darf sich eine solche Auszeit nehmen. Eine Auszeit von was auch immer gerade nötig ist. Es muss nicht der Beruf sein. Vielleicht ist es Vereinsarbeit, die nicht mehr so von der Hand gehen will. Vielleicht aber auch ein Hobby, das fad geworden ist. Vielleicht ist es die eigene Verwandtschaft, von der wir hin und wieder ein wenig Abstand brauchen. Wir dürfen diese Dinge loslassen, denn keine Entscheidung muss endgültig sein. Und mit dem veränderten Blickwinkel lassen sich alte Muster viel schneller erkennen und auch viel schneller wieder loslassen.

Dann merken wir, dass plötzlich zwei verschiedene Tätigkeiten auf wundersame Weise zusammen passen, die wir nie vorher für kombinierbar gehalten haben. Wir erkennen, dass der Mensch, mit dem wir uns stetig stritten, die Welt gar nicht so anders sieht, als wir es empfanden und können Frieden schließen. Oder es begegnen uns Menschen, die die uns helfen, unsere neue Perspektive zu festigen.

Alle Dinge, denen wir in unserem Leben begegnen, haben eine Aufgabe für uns: Menschen, Situationen, schicksalhafte Ereignisse. Sie alle lehren uns etwas, dass wir zu lernen haben. Das wir uns ausgesucht haben, zu lernen und zu erfahren, damit wir uns selbst erkennen und verstehen können. Den Schritt von etwas weg zu machen, dass Teil unseres Lebens ist, fällt nicht immer leicht, denn wir haben die Angst davor, dass es dann für immer weg sein wird. Und hin und wieder sind Ereignisse eben genau dazu bestimmt, dass wir sie erleben, um sie anschließend aus der Distanz noch einmal zu betrachten und für uns neu zu entdecken. Sie werden sich dadurch verändern, es wird sich sowieso alles stets verändern und anpassen. Wenn Du dieses Wissen in Deinem Herzen trägst, wirst Du weniger Angst haben und Deine innere Ruhe selbstbestimmt herstellen können. Nicht unbedingt von heute auf morgen, aber es wird Dir immer leichter fallen.

Es ist manchmal der Abstand von etwas notwendig, um zu begreifen, wie nahe wir einem Menschen, einer Tätigkeit oder einem Umstand sein können, ohne dass uns dies in Ungleichgewicht bringt.

Sauberes Wasser ist kein Menschenrecht

Es hat etwas mit Nahrung zu tun und auch mit bewusstem Leben: Eine Doku, die ich nur wärmstens empfehlen kann. Eine Doku, die zeigt, dass Menschen weitaus weniger Wert sind, als Umsatz, Profit und Gewinne. Eine Doku, die zeigt, dass Konzerne wie Nestlé sich jedwede Freiheit des Planeten und seiner Bewohner aneignen und niemand wirklich etwas dagegen tun möchte:

http://www.arte.tv/guide/de/041127-000/bottled-life

Rosmarinkartoffeln mit Grilltomate und Spiegelei – heute einfach mal ganz simpel

Heute war mir einfach mal nach einem ganz einfachen Mahl, wie es unsere Omas schon hätten zaubern mögen. Ich hatte noch einige Tomaten, bei denen ich ob der Menge in meiner Biokiste eh immer überlegen muss, was ich daraus zaubere. Die wollte ich einfach mal wieder im Backofen grillen. Der Kühlschrank gab dann auch noch Eier her und Kartoffel habe ich eh fast immer im Haus.

Kurzerhand ist dieses leckere Essen zum Abendbrot entstanden…

Zutaten für 1 Person:
Eine Handvoll Kartoffeln
2 Tomaten
2 Eier
Etwas Rapsöl

Die Kartoffeln schälen oder putzen, je nach Geschmack, und in Würfel schneiden. In heißes Wasser geben und für ein paar Minuten aufkochen. Anschließend in eine Backform mit etwas Öl geben und die Tomaten dazu legen. Die Kartoffeln nun noch mit ordentlich Rosmarin und Paprika würzen.
Alles bei Oberhitze so lange backen, bis die Kartoffeln schön gold gebacken sind, zwischendurch nicht vergessen, die Kartoffeln zu wenden.
Wenn die Kartoffeln und die Tomaten nahezu fertig gebacken sind, in einer Pfanne etwas Öl erhitzen und darin die zwei aufgeschlagenen Eier zu Spiegeleiern braten. Ich würze sie gerne mit etwas Salz, Pfeffer und Oregano.

Alles auf einem Teller anrichten und sich schmecken lassen.