Urlaub in einem kleinen Paradies: Das Steinnest – Teil 1

Ich durfte nun ein zweites Mal dort sein und nehme dies zum Anlass, Euch von einem wunderschönen Ort zu berichten, der jeden wieder ein kleines bisschen näher an die Natur heranbringen kann: Das Steinnest.03

Das Steinnest ist ein Ort, an dem Aaron nun schon über 10 Jahre lebt und seit einigen Monaten leben auch seine Freundin Sandra und ihr Sohn Dennis wieder dort. Ich kenne Sandra nun schon einige Zeit und sie hat mir bereits zu „Deutschlandzeiten“ immer wieder von ihrem zweiten Zuhause in Frankreich erzählt. Da ich selbst ja meinen kleinen Traum von einem großen Garten mit Obst und Gemüse habe, den ich auch fest entschlossen bin, auf die eine oder andere Weise in naher Zukunft umzusetzen, lag es nahe, mir einmal diesen feinen Ort anzuschauen. Nach einigen unserer Gespräche schlug Sandra vor, dass ich Aaron doch auch einfach mal besuchen könne und dann hätte ich eine wundervolle Möglichkeit, einen kleinen Einblick in eine Lebensweise zu bekommen, die nahezu autark und Großteils selbstversorgend ist. Bereits im Oktober letzten Jahres ging es dann das erste Mal nach Frankreich – mit Sandra und ihrem Sohn Dennis, die dort ebenfalls die Herbstferien verbrachten. In diesem Jahr habe ich die drei dort wieder besucht.07Schon bei der ersten Ankunft war mir schnell klar, dass das Steinnest ein Ort ist, an dem wohl jeder zu sich und der Natur finden kann. Aaron hatte einst eine alte Steinhausruine mit einem großen Stück Land erworben. Gelegen an den Ausläufern einer Bergkette der französischen Pyrenäen angrenzend an einen Wald, welcher sich aus den hohen Bergen dort ausgebreitet hat, bringt dieser Ort Stille in die Seele, den Geist und den Körper.
Abgesehen von einer Telefon- und Internetleitung gibt es nicht vieles, was das Steinnest mit den Infrastrukturen der angrenzenden französischen Gemeinden verbinden. Im wahrsten Sinne verbindet, denn seine Wasserversorgung entspringt einem kleinen Waldbach, welcher direkt an seinem Grundstuck verläuft.09 Strom kommt aus der eigens über Jahre immer weiter ausgebauten Solaranlage. Gewärmt wird das Wasser entweder durch einen holzbetriebenen Ofen in den Wintermonaten oder aber durch eine Wasseraufwärmanlage auf dem Hausdach in den Sommermonaten. Wie genau diese Anlage funktioniert, ist den Naturwissenschaftlern unter uns sicherlich bekannt. Ich weiß nur, dass es Glasröhren sind, in denen ein Vakuum herrscht und somit die Sonnenenergie das Wasser darin erhitzt… oder so ähnlich. 😉05

Wer das Steinnest besucht, kann beispielsweise wie ich in einer kleinen Holzhütte im Garten des Hauses wohnen – dem Hexenhaus. Ob darin wirklich mal eine Kräuterkundige gelebt hat, weiß ich nicht. Das ist eines der Geheimnisse dieses Ortes. Allerdings sollte sich jeder einer ganz wichtigen Sache bewusst sein: Luxus wie in einem 5-Sterne-Hotel ist hier völlig fehl am Platze und daher auch nicht vorzufinden. Das Hexenhaus hat dennoch alles, was man benötigt: Einen Ofen zum Heizen, eine kleine Küchenzeile mit Waschbecken und Gasherdplatten, einen Tisch zum Sitzen, ein Bett zum Schlafen. Zwei Erwachsene und zwei Kinder finden in der kleinen Hütte Platz, denn die Kleenen können auf einer kleinen zweiten „Dach-Etage“ ihr Haupt für die Nacht niederlegen.10Geduscht wird im angrenzenden Bad, allerdings muss man dafür das Hexenhaus verlassen – das Bad ist von außen zu erreichen. Direkt aus der Dusche heraus hat man einen wunderbaren Blick in den Garten und den angrenzenden Wald. Es ist beinahe, wie Duschen in freier Natur. Das Bad ist zwar grob gesehen „innenliegend“, aber auf Höhe von ca. 2 Metern ist die Wand zu einer Seite offen. Entsprechend ist die Körperpflege immer mit ausreichend frischer Luftzufuhr möglich. Das bedeutet allerdings in den kälteren Monaten auch entsprechende Temeraturen. Da macht das Duschen mit warmem Wasser direkt nochmal soviel Freude.
Um das tägliche „Geschäft“ zu erledigen, gibt es schlicht ein Plumpsklo draußen neben dem Hexenhaus. Hier wird der eine oder die andere sicherlich an Grenzen stoßen, aber wer die Natur liebt, wird sich nicht davon abschrecken lassen. Ich hätte nie gedacht, wie spannend es sein kann, wenn ich nachts einmal dringend raus muss und dabei einfach entspannt in den Garten blicken kann, während um mich herum ein Bach rauscht, der Wind durch die Blätter der Bäume raschelt und dazu die Käutzchenrufe das Naturkonzert vollenden.06Im Steinnest gibt es sonst aber noch viele weitere Dinge zu erleben und was genau ich da alles so erlebt habe, schildere ich im zweiten Teil meines kleinen Reisereports.
Wer bereits jetzt Lust auf mehr bekommen hat, sollte sich die Homepage des Steinnests anschauen und vielleicht einmal selbst dorthin fahren: http://www.steinnest.de
Es ist durch über den Flughafen Toulouse oder auch mit der Bahn zu erreichen. Nach Rücksprache kann Sandra Gäste von dort abholen. Wer die Umgebung selbst erkunden möchte, wird einen fahrbaren Untersatz benötigen. Mehr dazu aber wie gesagt im zweiten Teil.

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