Urlaub in einem kleinen Paradies: Das Steinnest – Teil 3

Wie schon angekündigt, folgt heute mein dritter und zunächst letzter Teil über das Steinnest. Ich möchte Euch auch noch einmal darauf hinweisen, dass es möglich ist, bei Aaron, Sandra und Dennis Urlaub zu machen. Wer mehr wissen möchte, kann sich einfach über die Homepage www.steinnest.de mit den Dreien in Verbindung setzen.

Die vielen Arbeiten und Aufgaben im Steinnest bilden nur eine Gruppe an möglichen Aktivitäten, die rund um diesen wunderbaren Ort erlebt werden können. Der direkt an das Grundstück angrenzende Wald lädt förmlich zu Spaziergängen und kleinen Wanderungen ein. Geschulte Fans und Kundige können zu entsprechenden Jahreszeiten durchaus eine ganze Menge an genießbaren Pilzen dort finden, aus denen sich so manch schmackhaftes Mahl bereiten lässt. Allerdings sollte hier wirklich ein erfahrener Pilzsammler mit unterwegs sein. Wenn ich daran denke, welche Pilze ich bei meiner ersten Runde gefunden habe – ich denke, wir hätte alle in der folgenden Nacht üble Bauchschmerzen bekommen.
Was das Bergwandern generell angeht, ist man in den Pyrenäen sowieso an einer wunderbaren Stelle. Es gibt Pfade und Wege verschiedener Längen und Schwierigkeitsgrade, so dass Anfänger wie Fortgeschrittene hier ebenfalls auf ihre Kosten kommen. Im vergangenen Jahr haben wir zu viert eine kleine Tagestour gemacht und selbst ich als absoluter Jungmann in dieser Hinsicht hatte meinen Spaß und konnte das wunderbare Gefühl beim Erklimmen des Gipfels hautnah spüren. Die Natur bietet zudem immer mal wieder feine Spektakel, wenn viel dichter als gewöhnlich beispielsweise Raubvögel über einem Kreisen und mit ihrer Anmut beeindrucken.30

Wer nicht unbedingt wandern mag, kann natürlich auch anderen Freizeitaktivitäten nachgehen. Es gibt einige sehr niedliche Dörfer und kleine Städte in der Umgebung, die erkundet werden können. Samstags lohnt es sich dabei definitiv nach St. Girons auf den Markt zu fahren. Hier bekommen die Einheimischen so ziemlich alles, was es an frischen Lebensmitteln gibt. Neben verschiedenen Ständen mit Obst und Gemüse werden unterschiedlichste Sorten an Käse angeboten – darunter besonders viele Sorten Schafskäse. Natürlich gibt es auch Fleisch und Wurst, sowie Kleidung und Schuhe. Alles geprägt in „alternativem“ Stil, da vieles handgemacht, aber dafür umso außergewöhnlicher ist, als das was wir so aus der Massenwarenproduktion kennen. 2625Auch während meiner Aufenthalte haben wir dort immer Wurst, Käse, Fleisch und ergänzendes Gemüse und Obst gekauft. Ich kann nur sagen, dass ich selten so wunderbar schmackhafte Mahlzeiten in einem Urlaub zu mir genommen habe, wie dort. Das Fleisch stammt eben doch noch von Tieren, die ihr Leben auf einer grünen Weide in der Natur verbringen durften und nicht mit übermäßig industriellem Futter hochgezüchtet worden sind. Dieser Unterschied ist nicht nur zu schmecken, sondern auch zu spüren. Wer bereits während der Einkäufe hungrig oder durstig wird, kann natürlich auch an diversen kleinen Marktständen etwas zu Futtern finden. Von deftigen Mahlzeiten über Kuchen, Kekse und andere Leckereien ist auch hier das Angebot sehr umfangreich und lässt keine Wünsche offen.
Aber auch die anderen Städte und Dörfer der Umgebung bieten Möglichkeiten zum Bummeln. Es gibt teilweise kleine, alte Kirchen zu entdecken oder man genießt einfach zum Frühstück mal ein Croissant und einen Kaffee, ganz in französischer Tradition.2928

In der Umgebung gibt weitere Besonderheiten zu entdecken, die wir bei uns in Deutschland gar nicht unbedingt kennen: Zum Beispiel öffentliche Trinkwasserquellen. Die französischen Gemeinden haben an entsprechenden Stellen teilweise Brunnen errichtet, so dass die Menschen der Region sich dort Trinkwasser in ihre Flaschen und Gefäße abfüllen können. Das kostet nichts und kann von jedem genutzt werden. Meistens lohnt es sich aber nur, mit vielen Gefäßen zu einer solchen Quelle zu fahren, da sie einige Kilometer vom Wohnort entfernt liegen. Dennoch ist dieses frische Quellwasser sicherlich um einiges bekömmlicher und besser, als das durchschnittliche Trinkwasser aus unserem Wasserhahn.33

Im Steinnest selbst gibt es natürlich ebenfalls Möglichkeiten der Freizeitgestaltung. Aaron und Dennis sind mittlerweile fleißig dabei, Bögen zu schnitzen, um damit schlicht Bogenschießen zu üben. Ich bin bisher nicht in den Genuss gekommen. Ich bin aber sicher, dass ihr bei Interesse vor Ort selber loslegen und einen Bogen bauen könnt, um ihn anschließend auf Funktionalität zu testen.34An sonnigen Tagen laden selbstverständlich diverse Plätze zum Entspannen draußen ein. Es gibt Bänke und Tische überall auf dem Gelände und natürlich lässt sich auch immer ein sonniges Plätzchen mit einer Decke auf den Wiesen finden – aber Obacht, auch hier gibt es dornige Beerenbüsche und Brennnesseln. Ich bevorzuge daher die Sonnenliege, um ein gutes Buch zu lesen. 🙂35 Sandra, Aaron und Dennis haben auch eine kleine Sammlung an Gesellschaftsspielen, die ebenso draußen in der Sonne oder aber an den nicht ganz so schönen Tagen am Ofenfeuer sitzend gespielt werden können.27Hin und wieder kann ein kleines Lagerfeuer gemacht und daran gegrillt werden. Eine spezielle Feuerstelle dafür ist im Garten angelegt. In diesem Jahr hatte ich sogar die seltene Gelegenheit, bei einem besonderen Feuer dabei zu sein. Wenn Bäume gefällt und Büsche geschnitten werden, fällt ja auch immer Verschnitt an, der nicht zum Heizen genutzt werden kann. Dieser wird dann an geeigneter Stelle aufgeschichtet. Wenn er lange genug durchgetrocknet ist, lässt sich dieser natürlich in ein beeindruckendes Feuer verwandelt. Im Steinnest wird dies aber nicht zu Ostern gemacht, da zu jener Jahreszeit noch viel zu viele Kleintiere darin nisten. Da bietet sich der Spätsommer viel besser an, da auf Grund der warmen Temperaturen die Tiere noch anderweitig in Wald und Flur unterwegs sind.

Wer es in seinem Urlaub gar nicht ohne Trubel aushält, wäre natürlich auch in einer guten Stunde Autofahrt in Toulouse und könnte dort eine klassische Stadterkundung machen, wobei ich gestehen muss, dass es nichts gibt, was mir ferner läge, wenn ich im Steinnest bin. Aber wie wir in Köln sagen: Jeder Jeck is anders!

Und damit endet mein erster Reisebericht mit diesem dritten Teil. Ich hoffe, der eine oder die andere hat gefallen an der Idee gefunden, meine lieben Freunde in Frankreich einmal zu besuchen und einen Urlaub zu machen, der einfach anders und dafür umso spannender und beruhigender ist.

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