Ausdrucksformen von Liebe

Hin und wieder sind wir aus unterschiedlichsten Gründen von unseren Liebsten getrennt. Wir spüren dann oft dieses Gefühl, welches wir als „Vermissen“ bezeichnen. Der andere ist weit weg und wir hätten ihn gerne in unserem Arm, weil wir wissen, wie schön es sich anfühlt, den anderen zu spüren und auch weil wir wissen, dass wir dem anderen eben dieses wundervolle Gefühl von Geborgenheit schenken können, das wir selber so gerne spüren.

Wenn wir unseren Partner einmal nicht bei uns haben können, weil wir verhindert sind und gemeinsame Pläne nicht verwirklichen können, kann es natürlich auch leicht passieren, dass wir einen Schmerz im Vermissen spüren. Dieser Schmerz erwächst aus dem Gefühl, allein zu bleiben in der Zeit, in welcher unser Geliebter erlebt, was eigentlich gemeinsam geplant war. Doch verbirgt sich dahinter nicht auch noch etwas anderes? All diese Gefühle, drücken auch immer ein wenig Missgunst, Neid und vielleicht Eifersucht aus. Ich bin sehr glücklich, dass ich im Moment solche Situationen ganz entspannt erleben darf. Ich kann meinen Schatz einfach auch einmal gehen und erleben lassen, ohne dass ich in einem schmerzhaften Gefühl aufgehe.

Es geht mir auch gar nicht darum zu sagen, dass es nicht sein dürfte, obige Gefühle zu erleben. Sie gehören zum Vermissen ebenso so dazu, wie sie nicht dazu gehören. Ich will sagen, dass es weder richtig noch falsch ist, sie zu erleben. Sie „sind“ einfach, wenn sie da sind. Letztlich ist alles nur eine Form eines Ausdrucks von Liebe. Liebe kann und wird sich stets in unterschiedlichster Form zeigen und ab und an schmerzt sie eben auch, während sie sonst Freude und Glück bereitet. Sie fühlt sich generell nie wirklich gleich an, sondern braucht immer mal andere Formen, sich zu äußern.

Genauso ist es auch mit dem Vermissen. Es ist eine Form von Liebe, ein Ausdruck dieses einzigartigen Gefühls. Es bedarf möglicherweise ein wenig Aufmerksamkeit, wenn man nicht in die kleine Falle der Gefühlswelt tappen möchte – und auch das sei jedem freigestellt. Im Vermissen kann sich der Wunsch unseres Egos verstecken, besitzen zu wollen, nicht loslassen zu wollen und Veränderung aufhalten zu wollen. Auch das möchte ich hier gar nicht bewertet verstehen. Doch diesen Hintergrund zu erkennen hilft uns zu verstehen, auf welchem Grundstein das Vermissen, welches wir spüren, aufbaut. Handelt es sich um einen tiefes Wunsch des Besitzdenkens unseres inneren Geschäftsmannes (=Ego) oder begründet sich das Vermissen eher auf der Tatsache, dass wir eine starke intuitive Verbindung zu einem Menschen spüren, die einfach da ist und sich nach Stärkung und Wahrnehmung sehnt.

Diese intuitive Verbindung ist der Teil in uns, der grundsätzlich zu jedem Lebewesen Verbindung aufnimmt, sich aber besonders schön und intensiv anfühlt, wenn die verbundenen Lebewesen auf einer ähnlichen energetischen Welle schwingen. Im Gegensatz zum egoistischen Vermissen zeigt es uns, dass der andere gar nicht unbedingt immer körperlich anwesend sein muss, um ihn zu genießen und zu fühlen, sondern dass wir diese starke Zuneigung jederzeit genießen können. Sie darf, muss aber nicht durch körperliche Nähe bestätigt und bestärkt werden.

Natürlich gelüstet es uns nach der Berührung eines geliebten Menschen und ich will dies hier auch gar nicht mit dem bedeutungsüberfrachteten Wort „Egoismus“ verschalten. Körperliche Liebes- und Zuneigungsbekundungen von Mensch zu Mensch gehören zu unserem Ausdruckvermögen von Liebe dazu und sollten und dürfen geschehen. Viel zu selten gestehen wir uns und anderen dieses wundervolle Gefühl zu. Eine Umarmung wirkt erst nach gut 20 Sekunden auf das Wohlbefinden der Menschen, die sie vollziehen. Das habe ich erst kürzlich wieder erfahren und auch wenn ich es schon wusste, ist es stets gut, dessen erinnert zu werden. Aber mal ganz ehrlich, wann halten wir mal jemanden auch nur ansatzweise so lange im Arm? Es gibt ja seit einigen Jahren diese „Sitte“, dass man sich zur Begrüßung, auch in manchen geschäftlichen Belangen, in den Arm nimmt. Ich kenne es zur Genüge, aber bisher hat es niemand beziehungsweise nur sehr wenige auch nur länger als 2-3 Sekunden „ausgehalten“. Naja, es schickt sich dann eben doch nicht, sich Liebe zu schenken, wenn man geschäftlich miteinander operiert. Da ist und bleibt es eben eine Geste der oberflächlichen Zurschaustellung, dass man eine große und „glückliche“ Familie ist – aber das nur am Rande.

Das Bedürfnis nach körperlicher Berührung, während wir sie nicht erfahren können, kann auch als Sehnsucht bezeichnet werden. Sehnsucht – eine weitere Art, Liebe auszudrücken. Dabei ist Sehnsucht ein faszinierendes Gefühl, wie ich finde. Es ist in der Lage, Vergangenes und Zukünftiges zu verknüpfen. Damit holt uns dieses Gefühl zwar aus dem gegenwärtigen Moment, aber da es die beiden anderen Zeitebenen so wundervoll verknüpft, bringt es uns irgendwie auch wieder zurück ins Jetzt, oder? In der Sehnsucht erinnern wir uns ja an Momente des absoluten Genusses, die bereits vergangen sind und freuen uns bereits auf den zukünftigen Moment, in welchem wir diese Erinnerung leibhaftig wieder auffrischen können.

Jeder Ausdruck von Liebe darf sein, ohne Zweifel und Ausnahme, selbst wenn uns manche davon verwirren oder sogar abstoßen. Doch Liebe braucht all diese Wege, sich selbst zu erfahren, auch wenn es bedeutet, einmal nicht im Jetzt zu verbleiben. Jeder von uns hat die Macht selber zu entscheiden, auf welche Art er Liebe erfahren und begreifen möchte und hierin verbirgt sich erneut ein wundervolles Geschenk, dass wir vom großen Ganzen erhalten.

Danke schön!

Lügen und Hintergehen

Manchmal scheinen unsere Gedanken endlos um ein Thema oder ein Gefühl oder ein Erlebnis zu kreisen. Es kann sehr unangenehm sein, denn es sind unschöne Begebenheiten oder Situationen, die uns ängstigen und verunsichern, darunter. Dennoch können wir, wenn wir erkannt haben, woraus unsere Verunsicherung stammt, am Ende zu einer schönen Erkenntnis kommen.

Es gibt immer wieder Momente, in denen uns auch nahestehende Menschen belügen oder zumindest etwas vor uns verheimlichen. Damit meine ich nicht ein kleine Geheimnis, wenn es um ein Geburtstags- oder Weihnachtsgeschenk geht und auch nicht zwangsläufig so etwas „Großes“ wie eine Liebesaffäre, Fremdgehen oder ähnliche Dramen, die sich zwischen Menschen so abspielen können. Ich habe in erster Linie über die kleinen Dinge nachgedacht, die wir eben nicht immer preisgeben wollen oder können. Angefangen damit, dass wir bei einem Spiel vielleicht geschummelt haben und das vehement leugnen oder eine Vorliebe, der wir heimlich nachgehen, sie aber nicht preisgeben mögen, weil wir uns dafür schämen. Letztlich ist es aber auch egal, denn der Mechanismus ist bei diesen „kleinen“ Dingen auch nicht anders, als bei den „größeren“. Ich bin davon überzeugt, dass jeder von uns schon einmal einen Menschen, der uns nahe stand belogen oder in irgendeiner Form hintergangen hat.

Zunächst einmal ist dann der „Hintergangene“ in den meisten Fällen zutiefst verletzt. Wir sind in dieser Position enttäuscht von der anderen Person, wir fühlen uns ausgeschlossen, nicht zugehörig und auch irgendwie klein und verletzlich. Unsere innere Stimme sagt uns dann, dass der andere irgendwie böse zu uns war und sind wütend, dass uns das angetan worden ist. Bei einer solchen Entlarvung fühlen sich ja nicht nur die „Belogenen“ und „Betrogenen“ ganz schlecht, sondern auch die aufgeflogenen „Missetäter“, ist es ganz flau im Bauch. Es fühlte sich ja so schon doof genug an, denn unser Gewissen meldet sich mit einer geradezu unglaublichen Zuverlässigkeit, jedoch ist das ja noch gar nichts im Vergleich zu dem Moment, in dem alles auffliegt. Ich habe auch darüber nachgedacht. Wie ergeht es demjenigen, der sich dazu hatte hinreißen lassen, nicht ganz ehrlich und offen zu sein. Was genau ist es denn, dass uns dazu bewegt, nicht offen und ehrlich zu sein?

Ist es der Vorsatz, dem anderen durch das Verheimlichen weh zu tun? Nein, um ehrlich zu sein kann ich mir das nicht vorstellen. Ich glaube fest daran, dass kein Mensch dies bewusst einem anderen Menschen aus dem Beweggrund des verletzen Wollens tut. Wir haben doch in solchen Situationen viel eher ein Verhalten, einen Wesenszug oder eine Angst in uns wahrgenommen, die wir an uns nicht mögen. Es ist etwas, dass wir an uns nicht sehen möchten, oder mit dem wir uns nicht identifizieren wollen. Etwas, dass wir nicht sein wollen, aber in diesem besonderen Moment nicht verändern oder verhindern können, zu sein. Dann genau setzt der Mechanismus ein, der uns dazu verleitet eben genau diesen Teil von uns zu verbergen und einem anderen Menschen – vor allem denen, die uns sehr nahe stehen – nicht zeigen zu wollen. Natürlich wollen wir das nicht. Wer möchte schon jemandem etwas zeigen, dass er selbst nicht mag… Aber sind wir nicht am Ende sogar sehr froh und dankbar, wenn wir dabei entlarvt werden? Irgendwie ja schon, denn wir spüren eine unglaubliche Erleichterung.

Was macht das aber nun mit den beiden Menschen in der Situation, wenn durch einen dummen Zufall dieser „Betrug“ auffliegt? Mal abgesehen von den üblichen Egoreaktionen, die ich oben bereits kurz angeschnitten habe, könnten wir auch den von mir so geliebten Perspektivwechsel vollziehen und uns all das aus einer etwas anderen Warte heraus anschauen. Wenn wir von einem Menschen belogen wurden und dies herausfinden, dann sind wir für ihn ein Spiegel. Er muss sich ganz zwangsläufig mit diesem „dunklen“ und ungeliebten Aspekt seines Selbst auseinander setzen. Wir zeigen ihm deutlich auf, was er an sich nicht mag und im besten Fall sogar, warum er es an sich nicht mag. Wenn wir es schaffen dann noch schaffen, dies mit Wohlwollen und dem inneren Gefühl der Wertschätzung zu übermitteln, verbirgt sich in solchen Momenten trotz aller unangenehmen Gedanken und Gefühle beinahe schon als ein kleines Geschenk.

Selbst für denjenigen, der hintergangen wurde, bergen sich darin unglaublich viele Chancen des Erkennens. Ich kann mich genau dabei betrachten, wie und an welchen Punkten mein Ego versucht, sich Raum zu schaffen, weil der andere mir „so etwas“ angetan hat. Ich kann hinterfragen, ob ich mir nicht im Vorfeld vielleicht bereits selber eine Rolle innerhalb des ganzen „Betrugs“ übergestülpt habe und deshalb so sehr in Resonanz mit dem diesbezüglichen Schmerz gegangen bin. Ich kann schauen, worin meine Bedürfnisse in dieser Situation liegen und welche Unsicherheiten sich nun bei mir bemerkbar machen. Ich kann feststellen, dass ich völlig unnötig allen Fokus auf mich lege und mich in den absoluten Mittelpunkt begebe, obwohl ich doch klar sehen kann, dass der andere aus einem Schmerz heraus agiert hat, den er in sich trägt und ihn viel besser darin unterstützen könnte, sich genau mit diesem Schmerz auseinander zu setzen, anstatt meinen eigenen Schmerz damit zu füttern.

Wenn wir uns gegenseitig in einer solch wundervollen Weise helfen dürfen, sollten wir dies nicht mit einer größeren Wertschätzung tun, als wir es meistens können?

Es ist immer ein Geben und Nehmen. Nicht nur in Situationen des Glücks und der Freude. Wir schenken unseren Mitmenschen auch in schmerzhaften Momenten stets etwas und bekommen für unsere eigene Erkenntnis etwas zurück. Groll und Wut sind stets erlaubt, Enttäuschung und Schmerz will ich hier nicht wegdiskutieren. Was ich jedoch für mich sehen konnte, ist die große Freude, dass wir uns über Groll, Wut, Schmerz und Enttäuschung erheben können, wenn wir sie als die Werkzeuge erkennen, die wir einsetzen können, um uns und unsere kleinen Abgründe im anderen und durch den anderen zu erkennen.

Am Ende ist alles ja doch „nur“ ein Ausdruck von tiefster und inniger LIEBE!

In inniger Zweisamkeit

Beinahe jeder von uns hat in seinem Leben das Ziel, den EINEN Menschen zu treffen. Wir haben dabei vor Augen, dass wir mit diesem Wesen eine lange Zeit verbringen möchten. Diese Idee verschafft uns ein Gefühl von Sicherheit und Beständigkeit, die es genau betrachtet nicht gibt. Dennoch streben wir danach und sich auf der Suche nach unserem Seelenverwandten, mit dem wir durch dick und dünn gehen können und der selbst dann an unserer Seite bleibt, wenn die Welt um uns herum dem Untergang geweiht scheint.

Es ist aber auch ein Zeichen unserer Zeit, dass es offenbar zunehmend mehr Menschen schwer fällt, diese Art von Verbundenheit mit einem anderen Menschen einzugehen. Daraus entstanden sind unzählige Versuche zu erklären, worin die Gründe dafür liegen könnten. Verschiedene Ratgeber wollen uns erklären, wie Mann und Frau „funktionieren“, um so den Angebeteten an uns zu binden. Wissenschaftler suchen nach beweisbaren Fakten, die uns Klarheit verschaffen sollen. Die Religionen rufen uns dazu auf, alles in unseren Kräften stehende zu tun, solche Bindungen einzugehen und dennoch scheint es keine Lösung zu geben, die verlässlich ist.

Ich glaube, dass die Lösung für dieses groß geredete „Problem“ viel einfacher ist, als wir wissbegierigen Menschen so vermuten. Eine der wichtigsten Regeln ist, dass wir lernen müssen, wir selbst zu sein. Immer dann, wenn wir nach Programmen, Prägungen und erlernten Mustern agieren und unserem Geliebten etwas „vorspielen“, riskieren wir unmittelbar das Scheitern einer innigen Beziehung. Ich sollte mir in jedem Moment mit meinem Partner bewusst sein, wer ich wirklich sein will, was ich wirklich empfinde und was ich mir im Zusammensein mit dem anderen Menschen wünsche.

Im zweiten Schritt geht es darum, dass wir uns wohlwollend und verständnisvoll in einen verbalen Austausch mit unserem Partner begeben. Ich sollte niemals von meinem Gegenüber erwarten, dass er oder sie erahnt, wie es mir in den verschiedenen Situationen des Alltags geht. Ich werde zu großer Wahrscheinlichkeit mit einer solchen Haltung enttäuscht werden. Habe ich aber im Kopf, dass die Wahrnehmung meines Partner in Bezug auf alle Erlebnisse immer anders sein kann, als meine eigene Wahrnehmung und gebe ihm und mir dann im Anschluss durch ein Gespräch die Möglichkeit, die jeweils andere Perspektive auch zu erkennen und zu verstehen, wird sich daraus eine immer inniger werdende Bindung ergeben. Außerdem gibt ein solch offener Austausch auch sehr schnell Aufschluss darüber, ob wir in dem anderen wirklich den Menschen gefunden haben, den wir in ihm vermuten.

Es ist überaus hilfreich, wenn in diesen Gesprächen nicht nach Schuld gesucht wird. Vor allem sollten wir uns selber nicht schuldig fühlen. Wenn mein Partner mir sagt, dass ich ihn durch eine Äußerung oder ein Verhalten verletzt habe, darf ich natürlich darüber traurig sein und mich entschuldigen, wenn mein Herz es mir signalisiert. In diesem Moment jedoch Schuld zu empfinden, kann mich in einen Verhaltensmodus bringen, der die Beziehung ebenfalls gefährdet. Schuld verleitet uns gerne dazu, uns aus Rücksichtnahme auf den anderen in unserem Verhalten zu verändern. Jedoch verändern wir uns nicht aus unserem tiefsten inneren Selbstverständnis heraus, sondern nur, um unserem Partner einen Gefallen zu tun und überdies dient dieser Gefallen nicht dem Wohl des Partners, sondern nur unserem Bild von uns selbst. Wir möchten unser Verständnis darüber, wer wir selber sind, wieder ins rechte Licht rücken – nicht beim anderen, sondern bei uns.

Es ist nicht einfach, die alltäglich aufkommenden Situation und Erlebnisse immer völlig wertfrei zu vermitteln, aber es ist eine Übung, die sich für beide Partner lohnt. Wir können so gemeinsam erfahren, wer wir sind, wer der andere ist und was wir zusammen sein wollen.

In beiderseitiger Anerkennung und Wertschätzung darüber, dass wir uns gegenüber dem anderen öffnen und ohne Zurückhaltung offenbaren, wie wir uns in den verschiedenen Momenten der Beziehung fühlen, eröffnet sich ein Dialogfluss, der beiden die wundervolle Möglichkeit gibt, immer mehr zu einer spürbaren Einheit zu werden. Es entfaltet sich so ein unglaubliches Potenzial an gemeinsamen Erkenntnissen und dies lässt uns dem anderen immer näher kommen.

Der Weg zu all dem liegt in uns selbst. Wir dürfen uns gegenüber ehrlich sein. Wir dürfen zu dem stehen, was wir sind. Wir dürfen erkennen, was wir nicht sein wollen. Wir dürfen das sein, was unser Herz uns zeigt. Wenn wir es schaffen, uns selber treu zu sein und uns zu achten, werden wir ganz allmählich beinahe automatisch auch dem anderen eben diese Achtung entgegen bringen. Sind wir nicht wir selber, sondern spielen wir ein kleines Spiel, weil wir beeindrucken und uns ins „beste“ Licht rücken wollen, geben wir ein verzerrtes Bild von uns ins Außen ab. Unser Partner wird sich dann an dieses Bild gewöhnen. Wenn wir irgendwann zwangsläufig die Illusion unseres verzerrten Bildes nicht mehr aufrechterhalten können, wird dies den Partner verstören. Er wird das Gefühl bekommen, plötzlich einen anderen Menschen um sich zu haben. Er wird Zweifel darüber haben, was an uns real war und was wir vorgespielt haben. Hieraus ergeben sich Konflikte, die dann schon beinahe nicht mehr überwindbar sind und häufig zum Ende einer Beziehung führen.

Liebe sehnt sich nach Grenzenlosigkeit und Unmittelbarkeit:
Erkenne Dich selbst, liebe Dich selbst und sei Du selbst.
Gib preis, was Du empfindest.
Sei achtsam, Behutsam und respektvoll mit Dir und dem anderen.
Beobachte und nimm wahr, jedoch verurteile nicht.