Wieviel können wir zulassen

Ich habe oft über Liebe geschrieben und darüber, dass ich in allem und jedem Liebe sehe. In allen Menschen und in allen Taten ist sie versteckt. Ich werde häufig gefragt, wie es denn aber funktionieren soll, diese Haltung gegenüber den Menschen auch im wahren Leben aufrecht zu erhalten. Viel zu oft tun uns Dinge, die anderen Menschen tun einfach weh, weil sie einen Schmerz aus unserem Inneren hervorholen, Manchmal passt das Verhalten anderer Menschen einfach nicht in unser ethisches und vertretbare Bild davon, wie wir miteinander umgehen sollten.

Einer findet es nicht schlimm, auf der Straße von einem unaufmerksamen Mitmenschen angerempelt zu werden, ein anderer findet es ganz furchtbar. Wir haben alle unsere eigene Perspektive auf eben diese Dinge und damit gibt es nun einmal ebenso viele Wahrheiten und Realitäten, wie es Menschen gibt.

Dennoch müssen wir nicht alles einfach so hinnehmen. Wir tragen die eigene Verantwortung darüber, was wir uns gefallen lassen wollen und was nicht. Wir haben die Möglichkeit, Grenzen aufzuzeigen und anderen zu verstehen zu geben, dass sie zu weit gegangen sind. Natürlich entstehen daraus schnell Konflikte oder Streitigkeiten, aber eben dort kommt die Bewusstheit über die Liebe in allen Dingen ins Spiel.

Wenn ich mir in diesen Momenten des Sturms vor Augen führe, dass jeder Mensch nach bestem Wissen und Gewissen handelt, kann ich weiterhin die Liebe in allem sehen und werde sanftmütiger, urteilsfreier und ausgeglichener im Umgang mit Konflikten und Streitigkeiten. Und eben diese Ruhe benötige ich, um dem oder den anderen Menschen zu verstehen zu geben, was die Situation mit mir gemacht hat und welche Schmerzen sie bei mir beispielsweise hervorgerufen hat. Und ich kann mir selber helfen, meine eigenen Grenzen zu erkennen, zu beurteilen, ob eine Freundschaft für mich noch die Wertigkeit hat, die sie einst hatte oder gar ob ich eine Partnerschaft noch weiter so führen möchte, wie sie sich entwickelt hat.

Das Wundervolle an einer solchen achtsamen Betrachtungsweise ist, dass wir alle Menschen sanft und ohne Groll gehen lassen können. Wir schenken ihnen vielleicht sogar ein inneres Lächeln, wenn wir ihnen klar machen, dass der gemeinsame Weg endet oder zumindest vorübergehend jeder seine eigene Abzweigung nehmen muss.

Es fällt uns natürlich nicht leicht, dies immer in unserem Herzen zu tragen, denn wir wollen einen Verlust einfach nicht erleiden und sind sogar oftmals gewillt, über einen sehr langen Zeitraum hinweg Kompromisse zuzulassen, die uns vielleicht gar nicht richtig zusagen. Es kann auch das Gegenteil der Fall sein. Wir merken, dass ein kleiner Zweifel von uns viel zu sehr ausgebauscht wurde, wir ihm viel zu viel Bedeutung gegeben haben und können von ihm Abstand gewinnen.

Wenn wir die Liebe, die in allem verborgen ist so oft wie möglich im Herzen tragen und dort spüren, haben wir ein großes Stück Glückseligkeit im Leben gefunden.

Advertisements

Wenn die Zeit langsam verrinnt…

Ich hatte vor einigen Tagen die wundervolle Gelegenheit, neben einem fantastischen Menschen die Nacht verbringen zu dürfen. Nein, nein, wer nun glaubt, dass es um Sex geht, den muss ich enttäuschen, beziehungsweise den kann ich beruhigen. Es war eine Nacht, in der ich einfach die unbeschreiblich schöne Möglichkeit hatte, festzuhalten und festgehalten zu werden.

Das Großartige an solchen Momenten ist, dass wir das Gefühl von Einheit und Zusammenhalt ganz unmittelbar empfinden. Dort, wo wir uns sonst vielleicht von anderen Menschen abgespalten fühlen, entsteht dieses vertraute Gefühl einer immerwährenden Verbindung, die sich in diesem körperlichen Beisammensein manifestiert. Es fühlt sich so an, als würden wir endlich verstanden werden. Als wären alle unsere Wünsche und Bedürfnisse wie ausgelöscht, weil sie schlicht nicht mehr vorhanden sind. Die Reinheit der sich berührenden Körper zweier Menschen, die es zulassen können, aus tiefstem Herzen Zuneigung füreinander auszudrücken, ist unglaublich beschwingend und es gibt in solchen Momenten nichts, das sich besser anfühlen könnte. Und selbst als dieser Moment endete, habe ich ihn über einen langen Zeitraum nachschwingen gespürt.

Der Wecker hatte uns, wie sonst mich jeden Morgen, um 7.00h geweckt, aber wir konnten uns noch 30 Minuten gönnen, einander zu spüren und mit unseren Sinnen wahrzunehmen. Doch irgendwann kam der Zeitpunkt, an dem eine Trennung unausweichlich wurde. Die alltäglichen Pflichten standen an. Als ich dann um kurz nach 7.30h wieder allein in meiner Wohnung war, traf ich eine Entscheidung. Die alltägliche Routine des Erwachens und des Schreibens meiner Morgenseiten, sowie des Frühstücks habe ich kurzerhand über den Haufen geworfen. Stattdessen nahm ich mir eine weitere halbe Stunde bis 8.00h um einfach nur dazuliegen in der morgendlichen Dämmerung und den Moment nachschwingen zu lassen. Eine Kerze erhellte den Raum ganz sanft und so konnte ich die Augen schließen und schlichtweg den Moment in seiner puren Reinheit fühlen.

Sicherlich kennt Ihr das auch, dass man noch ein paar Minuten hat und die Augen schließt und sobald man das nächste Mal auf die Uhr schaut, ist dieser Zeitraum schon vergangen. Beinahe enttäuscht rafft man sich auf, um die anstehenden kleinen und großen Pflichten zu erfüllen. Doch so war es neulich morgens eben nicht. Es schien fast so, als sei diese halbe Stunde eine halbe Ewigkeit gewesen. So als hätte die noch im Raum befindliche Energie der zwei Körper die Zeit dazu gebracht langsamer zu fließen – beinahe stehen zu bleiben.

Es schien mir fast so, als sei das Universum stehen geblieben, um selbst diesen wunderschönen Moment zu genießen und einfach eine Pause einzulegen. Kann es sein, dass zwei Menschen dazu in der Lage sind? Die Zeit langsamer fließen zu lassen? Aus der Reinheit ihrer Zuneigung?

Ich hatte schon längst die Antwort auf diese Frage für mich gefunden, doch vor ein paar Tagen hat mir dieses Erlebnis sehr unmittelbar gezeigt, dass diese Antwort nicht nur eine Annahme gewesen war, sondern eine kleine innere Wahrheit. Das Universum schenkt uns eben hin und wieder, sofern wir aufmerksam sind, die kleinen Beweise für all die Antworten auf all die Fragen, die in unserem tiefsten inneren Ich schlummern. Sie sind bereits dort und wenn wir wollen, erleben und erfahren wir diese Antworten auch.

Ich freue mich, dass dieser Mensch in mein Leben getreten ist und welchen Weg wir auch immer gemeinsam gehen, wie lang der gemeinsame Pfad auch sein mag, ich freue mich über alles, was er mit sich bringen mag.

Euch eine ruhige Nacht, wunderschöne Träume und vielleicht auch einen intensiven Moment des Festhaltens und Festgehaltenwerdens.

Diese Menschen, die unser Inneres berühren…

Wir treffen jeden Menschen immer genau in dem Moment, in dem wir ihn treffen sollen. Diese Begegnungen eröffnen uns immer wieder neue Möglichkeiten. Wie Türen und Tore auf den Wegen durch das Leben, zeigen sie uns manchmal Abkürzungen oder auch Umwege. In jedem Fall sind sie nie umsonst da, nie einfach nur zufällig, sondern immer, weil es genauso sein sollte.

Ich saß heute früh bei Kerzenschein und habe wie nahezu jedem Morgen meine Gedanken aufgeschrieben. Dabei habe ich auch an einige der Menschen gedacht, die mir in meinem Leben begegnet sind. So manches Mal habe ich durch den einen oder anderen eine Erfahrung gemacht, die man sich sicherlich auf den ersten Blick lieber erspart hätte, aber da wir in unserer Existenz selten ohne diese Erfahrungen wirklich lernen und verstehen, was wir möglicherweise lieber anders manifestieren würden, habe ich nicht einen einzigen dieser Moment in meinem Leben bereut.

Heute Morgen schwirrten mir aber die Begegnungen durch den Kopf, die mir etwas Schönes eröffneten. Manche Menschen treten sozusagen plötzlich in unser Leben, ganz unerwartet. Eigentlich tun sie das alle, aber es fühlt sich hin und wieder eben „besonders“ plötzlich an, weil sie möglicherweise schon lange Zeit in unserer unmittelbaren Nähe gelebt haben und wir ihnen zuvor nie begegneten. Obwohl wir mehrfach an ihnen vorbeigegangen oder –gefahren sein könnten. Auf dem Weg zum Einkaufen vielleicht. Möglicherweise fuhren sie sogar jeden Tag mit uns im gleichen Bus zur Arbeit. Doch wir sehen sie erst, wenn der richtige Moment gekommen ist. Man hat eventuell die gleichen Interessen und fragt sich, warum es überhaupt so lange gedauert hat, dass diese Begegnung endlich stattfinden durfte, wo es doch die Entfernung selbst nicht gewesen sein kann, die einen bisher trennte. Aber wenn der Moment kommt und sich mir dann offenbart, welche wundervollen Seelen sich mir da gerade zeigen, durchflutet mich eine unglaubliche Wertschätzung und ich bin dankbar über diese Erkenntnis. es ist nicht wichtig, dass es gedauert hat. Es ist ein Geschenk, zu wissen, dass sich immer wieder Menschen auf unseren Wegen befinden, die uns helfend die Hand reichen, einfach nur indem sie durch unsere Augen direkt in unsere Seele blicken können und uns sehen, wie wir wirklich sind. Worte sind dann hin und wieder gar nicht notwendig. Denn auch wir schauen ihnen dann direkt in ihre Seele. Wir können sie fühlen, als würde die Aura des anderen auf uns übergehen, uns durchfluten und eins mit uns werden.

Ja, es kommt vor, dass wir diese Menschen treffen. Sie sind wir kleine menschgewordene Engel und oftmals wissen sie das gar nicht. Würden wir es ihnen sagen, werden sie sich beinahe alle versuchen, herauszureden. Sie tischen uns ihre Unzulänglichkeiten auf, damit wir sie nicht erkennen. Dpch sie tragen auch Dinge in sich, die sie das Außen nicht gerne wissen lassen. Doch wenn sie in einem gewissen Moment Sicherheit verspüren, vertrauen sie uns vielleicht eines ihrer eigenen, kleinen und „dunklen“ Geheimnisse an. Dennoch werden sie für uns nicht weniger schön, nicht weniger vertraut und auch nicht weniger perfekt und vollkommen. Im Gegenteil, ich erkenne darin noch viel besser, was sie sind und könnte mich darüber nicht glücklicher schätzen.

Die Angst sich zu offenbaren steckt tief in jedem von uns, denn wir müssen Erwartungen genügen und uns vermeintlich in ein Schema pressen, in welches wir nicht immer hinein passen. Wir versuchen aber, es anderen Recht zu machen. Vielleicht die eigenen Eltern, da sie erwartungsvoll in unserer Ausbildung investiert haben und wir meinen, dass sie nun die Früchte dessen ernten möchten. Vielleicht einer unserer Vorgesetzten, der sich für uns stark gemacht hat und nun den Gegenwert in unübertroffener Leistungserbringung erwarten.
Manchmal erkennen wir sogar fast, dass wie uns zu sehr unter Druck setzen, um zu genügen. Wir suchen Wege aus dem Dilemma. Manche schämen sich, wenn sie dann Hilfe in Anspruch nehmen, da sie unerwartet mit den stetigen Anforderungen nicht zurechtkommen. Sie fühlen sich dadurch vielleicht noch schlechter, denn sie haben erneut Erwartungen nicht erfüllt. Sie haben vielleicht auch Angst, wir könnten uns von ihnen abwenden, weil wir sie direkt von dieser vermeintlich schwachen Seite sehen. In der Essenz dessen, was wir wirklich sind, können wir uns von diesen Seelen nicht abwenden. Die Geste ihres Vertrauens ist ein großartiges Geschenk an uns.

Ein Geschenk, welches uns auch ermöglicht, unsere eigenen Abgründe zu überwinden. Sie helfen uns, zu sehen. Sie helfen uns, unsere Wahrnehmung zu erweitern, den Fokus ein wenig zu vergrößern. Und in dem Moment des Austauschs ist immer ein Ausgleich da. Er mag subjektiv nicht ausgewogen sein, aber auch das ist nur unserer Wahrnehmung zu schulden. Indem sie ihre kleinen Abgründe offenbaren, helfen sie mir, dass ich meine sehen kann. Indem sie ihre Schönheit zu erkennen geben, kann ich auch die meine sehen. Indem ich ihre empfundene Schwäche sehe, kann ich sehen, warum ich mich manchmal schwach empfinde…

Ich möchte sie nicht missen, diese Wesen, die mir begegnen und wie Seelenverwandte in Erscheinung treten. Die, bei denen es keiner Worte bedarf. Die, die uns so nah sind, dass wir nach dem ersten Tag bereits fühlen, wir hätten Jahrhunderte miteinander verbracht. Und das haben wir wohl auch, wie sonst könnte es sich so anfühlen…

Ich bin dankbar, dass wir gemeinsam diese Reise angetreten haben, auch wenn wir nicht auf allen Abschnitten gemeinsam unterwegs sein können. Ja, ich meine Euch. Die, die jetzt glauben, dass ich sie nicht meinen könnte. Die, die sich herausreden, dass sie so etwas nie für mich oder jemand anderen sein könnten. Aber ihr seid es, in jedem einzelnen Augenblick.
Jeder kann es sein – für jeden – irgendwann.

Einen wundervollen 1. Advent Euch wundervollen Seelen überall dort draußen!

Voller Glück und Dankbarkeit

Es ist kaum zu glauben und damit gerechnet habe ich auch nicht, als ich vor knapp neun Monaten meinen ersten Eintrag in diesem Blog geschrieben habe und somit meine „Blogger-Karriere“ startete, aber nach nicht mal Ablauf eines Jahres ist dies ist mein 100. Post.

In den vergangenen Wochen und Monaten hat sich für mich vieles verändert: Empfindungen, Sichtweisen, Perspektiven auf verschiedenste Bereiche des Lebens. Ich habe viele Erfahrungen machen dürfen und neue Erkenntnisse gewonnen. Einige davon durch diesen Blog. Es gab Rezepte, ein paar Einträge zu Lebensmitteln, Buchtipps und zuletzt auch Reiseberichte, aber vor allem habe ich genossen, meine Gedanken und Empfindungen zum Leben und zum Dasein selbst hier zu teilen. Nach nunmehr neun Monaten ist klar, dass ich damit weiter machen werde, aber alles unterliegt der Veränderung, so auch mein Blog. So werde ich weitestgehend auf das Veröffentlichen von Rezepten und Informationen zu Lebensmitteln verzichten. Es gibt bereits unzählige Seiten, die sich sehr speziell mit diesen Themen befassen und das mit viel größerer Hingabe als ich es vermag. Gerne teile ich weiterhin Ideen zum Thema Ernährung, aber in einer anderen Form, welche sich noch entwickeln wird.
Was ich aber ohne Zweifel fortführen werde ist das Teilen meiner Gedanken. Ich hätte zunächst große Bedenken davor: Wie wird man mich in der Realität wahrnehmen, wenn ich teilweise intime Dinge erzähle? Viele meiner Leser kennen mich persönlich, einige sogar durch Beruf und private Verschränkungen recht gut, aber nicht jeder bekommt im alltäglichen Leben einen Einblick in mein inneres Seelenleben. Ich hatte Angst, das Gesicht zu verlieren oder mich bloß zu stellen, aber was ich stattdessen erhalten habe, war ein großes Geschenk.

Ich blicke voller Glück und Dankbarkeit auf diese neun Monate und darüber hinaus auf die vergangenen Jahres meines Lebens. Es gibt nicht einen Moment, den ich auslöschen möchte, nicht eine Begegnung, die ich rückgängig machen würde, sollte mir diese Möglichkeit offen stehen. Alle Entscheidungen, alle Momente des Erlebens möchte ich ob ihres Glücks, ihres Erfolges, ihres Schmerzes, ihrer Trauer oder welcher Kernerfahrung auch immer nicht tauschen oder missen müssen.

Ich bin dankbar für die unglaubliche Konstruktion genannt Körper, die es uns erlaubt, so viele wundervolle Dinge zu tun. Diese atemberaubende Maschine, die in der Lage ist, tausende von Prozessen eigenständig durchzuführen, um dadurch weiter und weiter zu funktionieren. Eine Geschenk des Daseins, welches erlaubt, zu fühlen, zu sehen, zu schmecken, zu hören und zu riechen und vieles mehr, dass wir oftmals gar nicht gewahr sind. Intuition, innere Stimme, unsere wunderbaren Kräfte der Empathie – all dies möglich durch unseren Körper.

Ich bin dankbar für Momente des Alleinseins und der Einsamkeit. Durch sie habe ich gelernt, dass es subjektive Empfindungen gibt, die uns vorspielen in einem Zustand zu sein, den es eigentlich gar nicht gibt. Ohne diese Empfindungen hätte ich niemals eine Chance gehabt, zu spüren, wie alles miteinander verbunden ist und niemals ein Lebewesen wirklich allein sein kann. Ich bin dankbar für das Gefühl ewiger Verbundenheit und Einheit, welches ich nie gespürt hätte, wenn ich nicht auch sein Gegenteil erfahren hätte.

Ich bin dankbar für Konflikte und Streitereien, die mir zeigen konnten, dass wir stets den Versuchungen des Egos anheimfallen können und dass es keinen Grund dafür gibt, dies zu verdammen oder sich dafür schlecht zu fühlen. Es ist ein Teil von uns mit seinen ganz speziellen Aufgaben und Funktionen. Ich weiß aber nun, dass es zu den kleinen Herausforderungen des Lebens gehört, sich bewusst zu werden, dass es eben auch nicht mehr ist, als das. ICH bin nicht dieses Ego und kann Abstand nehmen, mich damit identifizieren. Ich durfte erfahren, dass ICH viel viel mehr bin, als nur mein Ego. Konflikte und Streitereien haben mich aber noch mehr gelehrt: Zum Beispiel, was es heißt zu vergeben – anderen Menschen aber vor allem auch mir selbst.

Ich bin dankbar für Zyklen wie Tag und Nacht, Jahreszeiten, Leben und Tod. Sie zeigen uns, dass alles ein immerwährender Kreislauf ist, der anmutet, als sei er irgendwie starr. Stets durchläuft er ähnliche Rhythmen und das beinahe ausnahmslos in gleicher Weise wiederkehrend. Doch wenn wir diese Zyklen genau betrachten, erleben wir, dass jeder für sich einmalig ist. Keiner ist, wie der vorherige und der folgende Zyklus wird ebenfalls anders, als sein Vorgänger werden. Welches Geschenk, Gleichheit in der Ungleichheit erkennen zu können.

Ich bin dankbar für die Sonne, die uns Wärme spendet wenn sie da ist, uns aber auch bewusst macht, dass sie nicht immer da sein kann, wenn das Dunkel der Nacht heran bricht. Ich bin dankbar für den Mond, der um unseren Planeten kreist und dessen Aufgaben und Funktionen wir wahrscheinlich längst noch nicht entschlüsselt haben. Dankbar bin ich auch für die Mythen, die sich um unser Sonnensystem spinnen und um das Universum selbst, denn diese Mythen sind es, die uns Menschen dazu veranlassen, weiter voran zu schreiten und Dingen auf den Grund zu gehen. Wir Hinterfragen, um unsere Neugier zu stillen und sind voller Wissensdurst. Ich bin glücklich zu sehen, dass diese Neugierde und dieser Durst nie zu versiegen scheinen, egal welch seltsamen Weg die Menschheit mit ihren „Interessen“ derzeit verfolgen mag.

Ich bin dankbar für alle Dinge, die wir als schrecklich, katastrophal und unmenschlich bezeichnen, auch Dinge wie Krieg, Mord und andere Gräueltaten – und das mag manch einen Erschüttern, manch einen Entsetzen, aber manch einen vielleicht auch erleichtern. Ich bin dankbar, weil ich nur durch ihre Anwesenheit erleben konnte, was ich selber nicht sein möchte. Was ich selber nicht tun möchte und was ich selber in dieser Form meiner Existenz nicht vollziehen möchte. Sie haben mir auch gezeigt, dass ich, obwohl ich manches nicht sein wollte, es manchmal dennoch gewesen bin und dass es nicht schlimm ist, es einmal gewesen zu sein. Es ist mir aber auf diesem schmerzlichen und zunächst selbstverachtenden Pfad klar geworden, dass es nur so für mich spürbar werden konnte, was ich nicht sein möchte.

Ich bin dankbar für die Kraft der Veränderung, die in jedem von uns steckt und die wir erfahren können. Manchmal durch äußere Umstände, manchmal durch unsere inneres Selbst. Durch ihr Erleben habe ich gelernt, dass ich keine Angst vor Veränderung haben muss, dass ich die Fähigkeit habe, mich an unglaublich viel „Neues“ anzupassen – anzupassen in einer nicht unterdrückten oder devoten Haltung, sondern in kreativer, schöpferischer Kraft. Eine Kraft die erlaubt, Neues zu erschaffen und damit die Realität zu erweitern. Eine Kraft die mich auch gelehrt hat, dass es äußere Umstände nicht gibt, sondern dass ich meines Glückes eigener Schmied bin.

Ich bin dankbar für die Fähigkeiten, meine Gedanken, Gefühle und Empfindungen teilen zu können und dankbar dafür, erfahren zu haben, dass alles was ein Mensch ausdrückt, empfindet und teilt einen direkten Einfluss auf sein gesamtes Umfeld hat – auf andere Menschen, auf Tiere und Pflanzen, ja sogar auf jeden Partikel an Energie und Materie um sich herum.

Ich bin glücklich über all die Dinge, die wir wundervoll und bereichernd und großartig bezeichnen. Wie die Natur mit ihren Wundern an Formen und Farben. Ihre Fähigkeit mannigfaltigste Prozesse des Entstehens und Vergehens hervorzubringen, welche eine Perfektion der Zusammenarbeit aller vorhandenen Kräfte aufzeigt – eine einzigartige Mischung aus Schönheit und Grausamkeit.

Ich bin dankbar für Mitgefühl und Zusammenhalt, für Tränen der Freude und des Leids, für das Lächeln eines jeden Kindes und eines jedes Erwachsenen. Ich bin voller Glück über die Freude in den Augen eines anderen Lebewesens, wenn es einen Kameraden wiedersieht und voller Glück, wenn ich erkenne, dass jedes Lebewesen einfach perfekt ist.

Und somit bin ich auch dankbar und glücklich über die Menschen, die mich kurze und lange Perioden in meinem Leben begleiten und begleitet haben. Ich durfte erkennen, was Gemeinschaft heißt und was es bedeutet, kraftvolle Energien aus einer Gruppe heraus zu generieren und diese für wunderbare Ziele einzusetzen. Ich durfte auch erfahren, was Kummer und Trauer bedeuten können, wenn sie mich verließen, ob im „Guten“ oder im „Schlechten“ oder auch einfach durch das unausweichliche Ende ihrer körperlichen Existenz in unserer Realität. Ich bin dankbar und glücklich für all die wundervollen Erfahrungen und Begegnungen, die sich aus ihnen heraus manifestieren könnten. Sie haben mich gelehrt, dass ich in jedem von ihnen mich selbst erkennen kann, wenn ich mich traue, tief in mich hinein zu blicken – in meine Abgründe aus Ängsten und Unsicherheiten, aber auch in mein Glück und meine Freude. Ich erkenne meine Liebe zu jedem einzelnen von ihnen, nicht nur zu denen, die mir begegnet sind, sondern zu jedem einzelnen – zu allem. So sind wir doch auf immer verbunden – ein Teil von mir, ein Teil des großen Ganzen, ein Teil des „Wir“. Ich bin sie und sie sind ich.
Und dies erfüllt mich besonders mit Glück und Dankbarkeit… so wie vieles andere mehr… 🙂

Veränderungen – durch „Ausgrenzung“ blockiert…

Heute braucht es für meine Leser möglicherweise etwas Ausdauer, denn dieser Artikel ist recht wortreich. Ich habe zugegebenermaßen auch einge Schwierigkeiten, zu diesem Artikel eine treffende Überschrift zu wählen… wobei diese vielleicht gar nicht so wichtig ist…

Das Thema über welches ich heute hier schreibe, entstand nun über mehrere Wochen, in denen ich mich mit zum Beisiel mit den Argumenten für und gegen Fleisch in der Nahrung beschäftigt habe. Ich mich mit veganen und vegetarischen Strömungen beschäftigt und hineingehorcht, was diese Themen in mir auslösen. Kurz gesagt, die Quelle, die diesen Artikel schuf, bewegt mich schon seit einiger Zeit. Ich muss gestehen, ich bin natürlich auch nicht frei von Prägungen und Urteilen zu diesem Themenkomplex. Natürlich entspringt dies meinem eigenen Ego, weil mir andere Menschen meinen eigenen Mangel spiegeln. Meinen Mangel an dem Verständnis für die Standpunkt und das Agieren mancher anderer Menschen.
Ein sehr lieber ehemaliger Kollege hat mir jedoch mit dem Post eines Videos bei Facebook irgendwie eine etwas losgelöstere Perspektive auf das Thema gegeben und ich habe plötzlich alles aus einer anderen Warte – aus größerer Distanz heraus betrachten können.

Das spannende an uns Menschen ist ja, dass wir trotz allen Wissens um Bewusstheit auch immer mal wieder aus selbiger herausfallen. Das ist auch gut so, denn es hilft uns, weitere Erfahrungen zu machen und immer wieder Bewusstheit zu erspüren.
Jeder Tag, der mit Bewusstheit auf eine neue Art, mit einem neuen Thema, einer neuen Situation oder in einer neuen perspektive zeigt ist schlicht wunderbar. Es ist etwas, was den Horizont im wahrsten Sinne erweitern kann. Das zur kleinen Vorgeschichte… Nun aber zum Thema 😉

Wie erwähnt hat ein lieber Kollege bei Facebook ein Video geteilt. Ich möchte es Euch nicht vorenthalten und teile daher auch hier diesen Link. Ich möchte aber warnen, das Video enthält mitunter höchst verstörende Bilder von Menschen imUmgang mit Tieren und jeder entscheidet eigenverantwortlich, sich diesen Beitrag anzuschauen:
http://www.meatvideo.com/

Dieser Film zeigt in der Tat die Abgründe, welchen wir uns tagtäglich entziehen, wenn es um die Produktion von Fleisch- und Wurstwaren, sowie anderen tierischen Produkten geht. Ich verabscheue die Praktiken, welche in diesem Film zu sehen sind zutiefst. Ich habe kein Verständnis dafür, dass wir als aufgeklärte und intelligente Lebewesen so mit anderen Wesen umgehen „müssen“. Dennoch hatte ich nach dem Anschauen dieses Films ein Gefühl, einen Kommentar schreiben zu müssen. Keinen Kommentar, welcher sich rein auf die emotionalen Empfindungen bezog, welche ich beim Betrachten des Films gespürt habe. Nein, das Bedürfnis ging tiefer…

Ich möchte niemandem etwas unterstellen und weiß auch, dass irgendwie jeder versucht, nach bestem Wissen und Gewissen zu handeln und zu reagieren. Ich bin grundsätzlich froh über jeden kritischen Menschen, der Informationen weitergibt und somit anderen ermöglicht, sich neue Erkenntnisse zu verschaffen… So wie ich den Kollegen kennengelernt habe, weiß ich, dass er nicht leichtfertig andere Menschen verurteilt oder abstempelt. Aber das Bedürfnis zu einer sehr kritischen Aussage zu seinem Post und einer über den reinen Film hinausgehenden Beschäftigung damit, lag mir am Herzen.

Es ist ein Video mit harten Bildern und auch Tönen und ich zweifele in keiner Form an, dass es so etwas überall und immer wieder auf der Welt gibt. Dennoch empfinde ich, dass dieser Film ebenfalls sehr stark polarisiert. Wir Menschen neigen dazu, uns von polarisierenden Berichten, Filmen und Menschen in den Bann ziehen zu lassen. Wir lieben es sogar selbst oft zu polarisieren, wenn wir andere dringend davon überzeugen wollen, besser zu sein, besser zu denken und aufgeklärter mit den Dingen umzugehen, als andere.

Sind die Zustände im Kreislauf der Fleischindustrie grundsätzlich so wie in diesem Film? Sieht es in allen Schlachthöfen der Welt so aus? Sind alle Viehzüchter so, wie diese Menschen in den Filmen? Ich weiß es nicht, aber nach meiner Erfahrung habe ich gelernt, dass nahezu jeder, der „überzeugen“ möchte, nie alle Informationen zur Verfügung stellt. Ein Filmemacher möchte eine bestimmte Aussage treffen, ein Journalist mit seinem Artikel eine gewisse Note treffen. Ein Buch möchte eine Stimmung erzeugen… Alles ist immer von der Intention des Künstlers oder des Erschaffers eingefärbt und wird daher selten ein „ganzes“ Bild zeigen könne. Das ist auch nicht schlimm. Das ist weder gut, noch schlecht. Es ist nicht in böser Absicht geschehen, sondern eher aus den Befähigungen des Menschen selbst, die in vielerlei Hinsicht durch Filter, Prägungen, gelerntes Wissen und Erziehung eingeschränkt sind.

So wie die Ereignisse in den Geschichtsbüchern der Welt immer von den Gewinnern der Kriege und den machthaltenden Nationen bestimmt werden, werden Imagefilme, Romane, Sachbücher, Artikel und all die anderen „aufklärenden“, „unterhaltenden“ oder sonstige Informationen immer von den Interessen der Macher bestimmt und unterm Strich geht es selbst dabei häufig – wenn auch definitiv nicht immer – um Profitgier oder strategische „Machterweiterung“ – leider. Vielleicht nicht bei dem Künstler, der einst die Idee entwickelte, aber spätestens dann, wenn bestimmt Interessengruppen sich dazu berufen fühlen, auf den Zug aufzuspringen, haben wir es mit Machtkämpfen zu tun. Machtkämpfe, die stets darauf basieren, dass eine definierte Gruppe von Menschen sich unter selbstgemachten Regeln als „gut“ definiert und alle anderen, die nicht in dieses Regelwerk hineinpassen als „schlecht“ und „unpassend“ ausgrenzen.

Ich wünsche mir natürlich dennoch, dass wir alle gründlich über das Thema „Fleisch als Nahrungsmittel“ und auch „Tierprodukte als Nahrungsmittel“ nachdenken und unsere Entscheidungen gut fundiert treffen. Dass da nach wie vor einiges schief läuft in Sachen menschlichen Respekts gegenüber der Natur und Umwelt, steht außer Frage. Aber reicht es im konkreten Fall, mit dem Finger auf die Menschen zu zeigen, die nach wie vor Fleisch essen? Ist es nicht sinnvoller, dass wir insg. einmal nachdenken sollten, wie wir uns von der Natur weiter und weiter entfremden?

Wer von uns Carnivoren, Veganern, Vegetariern oder wie auch immer wir uns in Bezug auf das Essen bezeichnen mögen, verwendet ein Smartphone, Tablet oder ähnliche Geräte und lässt sich von seinem Anbieter alle 2 Jahre lecker ein neues Gerät aufschwatzen, obwohl das aktuelle Gerät noch wunderbar funktioniert. Habt Ihr ansatzweise eine Ahnung, welche Auswirkungen die Beschaffung der Bestandteile eines solchen Gerätes auf Mensch, Tier und Umwelt hat? Wahrscheinlich nicht oder nur wenig oder aber die neuen technischen Möglichkeiten, mit dem neuen Gerät nun doch wirklich 2 Stunden längeren Stand-by Betrieb zu genießen ist um so vieles „wichtiger“, dass wir dieses Wissen einfach ausblenden.
Wer von uns verlässt sich darauf, dass der Ökostrom, den wir umweltbewusst bei unserem Anbieter gebucht haben auch wirklich öko ist, nur weil es in der Broschüre steht? Sind Windkraftanlagen wirklich der Weisheit letzter Schluss? Wie wirken sie sich auf Flugrouten von Zugvögeln aus? Was ist mit Wasserkraft oder Gezeitenkraft? Werden dadurch Fischschwärme und andere Meeres- und Flussbewohner in Mitleidenschaft gezogen? Ach, aber es ist doch Ökostrom, das ist zumindest besser und deshalb kann ich ruhig auch mal zwei oder drei Geräte angeschaltet lassen, die ich gerade gar nicht aktiv verwende. Es ist doch umweltbewusst mit dem grünen Strom aus der Steckdose.

Wieviele Menschen kaufen nur noch „bio“ und sind der Meinung, dass sie damit auch grundsätzlich nachhaltig und umweltschonend kaufen? Biokartoffeln aus Ägypten, die in unseren Ladenauslagen liegen, während deutsche Biobauern ihre Kartoffeln nicht loswerden sind nur ein Beispiel für die Absurdität Bio-Label und Nachhaltigkeit. Wer sich einmal mit dem Thema Palmöl beschäftigt, wird dort ähnlich schockierende Informationen finden. Dummerweise ist auch in vielen Bioprodukten Palmöl enthalten. Nuss-Nougat-Cremes, Eis, Schokolade, Schokokekse und so weiter. In keiner Biorichtlinie steht wirklich etwas darüber, dass der Anbau der Inhaltsstoffe und Zutaten „nachhaltig“ geschehen muss. Es wird lediglich reguliert, dass es ohne bestimmte Pestizide usw. geschehen muss. Also ist es nicht unwahrscheinlich, dass dieses Palmöl dennoch von Plantagen stammen kann, die dort entstanden sind, wo noch vor einigen Jahren die eigentlich natürliche Vegetation der Regionen vorzufinden war. Nun jedoch ist dieser Lebensraum für Tausende von Tieren und Pflanzen den Plantagen gewichen, die das für westliche Luxusgüter so „wertvolle“ – billige – Palmöl liefern.

Damit ist das Thema aber noch nicht abgeschlossen. Weitere kritische Fragen kann sich ein jeder von uns stellen: Woher beziehen wir unsere Kleidung, unsere Möbel, unsere Elektrogeräte und unseren sonstigen Schnick-Schnack? Fliegen wir 2-3x im Jahr in den Urlaub bzw. dienstlich durch die Welt oder fahren wir dorthin mit dem Fahrrad? Wie bewegen wir uns überhaupt fort? Mit Auto, Bus, Bahn, Fahrrad oder zu Fuß?

Es steht außer Frage, dass wohl kaum jemand von uns in der Lage wäre, an all diesen Punkten sein Leben auf völlige Nachhaltigkeit und so umweltschonend wie möglich umzustellen. Ich möchte damit auch nicht sagen, dass es deshalb völlig überflüssig is, überhaupt etwas zu tun, weil es nichts bringen würde. Oh nein, ich bin für jeden kleinen Schritt, der uns Menschen wieder dichter mit unserem Lebensraum Natur verbindet. Ich stelle nur immer wieder fest, dass wir Menschen oft dazu neigen, uns eine bestimmte Sparte zu suchen, in der wir Aktionismus betreiben: Tierschutz, Baumsterben, Regenwaldabholzung, Polarkappenschmelze, Billigkleidung usw. In diesem Aktionismus zeigen wir dann mit dem Finger auf die Personen, welche sich in dem Zusammenhang unserem Empfinden nach nicht korrekt verhalten und befriedigen so unser Gewissen und unser Ego und haben das Gefühl, wir seien „gute“ oder zumindest „bessere“ Menschen.
…aber der Kurztrip nach New York über Weihnachten muss sein, denn der Flug war spottbillig und shoppen macht dort so viel Spaß…

Die Ausgrenzung, welche in diesem Aktionismus und durch das „mit dem Finger zeigen“ leider stattfindet, entspringt den gleichen Wurzeln, welche uns grundsätzlich voneinander und von unserer natürlichen Umgebung abspalten. Wir dürfen als Menschheit begreifen, dass wir alle miteinander und unserer Umwelt verbunden sind und das wir im besten Falle mit allen Dingen in unserem Leben sorgsam, aufmerksam und in Dankbarkeit umgehen. Eine Abgrenzung gleich welcher Art kann uns jedoch niemals dorthin bringen, wieder zueinander zu finden oder gar „eine bessere Welt“ zu erschaffen. Durch urteilsfreies, wertungsfreies und liebevolles Verständnis für jedwede Andersartigkeit können wir Menschen uns wieder zusammenbringen. Und die daraus resultierenden Dialoge werden wahre Produktivität, Kreativität und Spiritualität in den Menschen fördern.

Ich sage JA! Macht weiter und nehmt Euch der Themen an, welche Euch nahe liegen und versucht, Menschen aufzuklären, aber lasst das Ganze nicht absurd werden, indem ihr anders agierende Menschen mit einem sich von Euch unterscheidendem Verständnis und differierender Perspektive verurteilt, während ihr selber an anderen Stellen Eure „umweltbelastenden“ oder anderweitige „ausgrenzenden“ Macken habt.

Sollte es nicht darum gehen, ein Bewusstsein zu schaffen, in uns selbst und in anderen? Solange es uns noch darum geht das Recht auf die einzig richtige und wahre Meinung zu einem Sachverhalt zu erlangen, werden unsere Verbesserungsbemühungen beinahe hinfällig, weil es nur um das Beruhigen des eigenen schlechten Gewissens und die Befriedigung des eigenen Egos geht.

Sonnige Grüße und allen ein fantastisches erstes Juliwochenende!