Liebe in allem

Heute ist einer von den Tagen, an denen ich mich sehr glücklich und leicht empfinde, denn ich kann die Liebe überall sehen. Wir sollten uns stets versuchen, darin zu üben und danach zu streben, dass wir Liebe in allem sehen, denn alles besteht aus reiner Liebe. Im Universum gibt es nichts anderes, als Liebe. Ich bin nicht der Erste, der darüber schreibt, denn Neale Donald Walsh, Eckhard Tolle und andere haben bereits in ihren Werken und Arbeiten auf sehr plausible, wenngleich auch teilweise verstörende Art, genau das umschrieben. Aber heute ist für mich der Moment gekommen, mein Empfinden darüber nieder zu schreiben und zu teilen.

Es sind kleine Momente der Erkenntnis, die uns dazu verhelfen, Dinge klar zu sehen und als das zu erkennen, was sie wirklich sind. Das Universum hat sich da zunächst als ein wunderbares System kreiert, das perfekt funktioniert. Wie die Planeten um die Sonnen kreisen, so bewegen sich auch Sonnensysteme in Perfektion im Universum. Das Leben an sich ist verkörperte Liebe, weshalb wir den Akt, der Leben hervorbringt auch stets mit dem, was wir als das Gefühl der Liebe kennen, in unmittelbare Verbindung bringen. Aber auch der Tod ist Liebe. Tod bringt Leben hervor, Leben kann nicht sein ohne Tod. Wir gewinnen Nahrung aus sterbenden Lebewesen, seien es nun Pflanzen oder Tiere, doch das Ende eines Lebewesen ist essentiell für das Überleben eines anderen und in der darin liegenden Anmut ist nichts anderes verborgen, als Liebe. Liebe die sich für uns manchmal ein wenig versteckt und kälter anfühlt, als das, was wir selber als Liebe empfinden – aber es ist und bleibt Liebe. Im der wundervollen Dokumentation „Unsere Erde“ gibt es eine Szene, in welcher eine Raubkatze eine Antilope jagt und reißt. Dieser eine Momente, in welchem das gejagte Tier ins Straucheln kommt und stürzt und von der Raubkatze getötet wird, zeigt auf eine ganz besondere Art, was ich meine. Ja, der Akt des Tötens mutet brutal und sehr hart an und wir verbinden dies zunächst nicht mit dem, was Liebe für uns ist. Doch in dem Moment, in dem das Beutetier gewahr wird, was seine Aufgabe ist, sehe ich Frieden und Hingabe in den Augen des bald sterbenden Tieres. Es ist, als würde es genau wissen, dass alles gut ist, trotz des Schmerzes. Ich sehe Liebe in seinen Augen.

Doch Liebe geht weit über das hinaus, was wir in der Natur oder um uns herum sehen können. Liebe ist in all unseren Taten oder besser gesagt, all unsere Taten entstehen aus Liebe oder aus dem Bedürfnis heraus, geliebt zu werden. Wir können Liebe in vielen Dingen sehen: Iem Blumenstrauß, den der Mann seiner Frau zum Jahrestag mitbringt und im Lächeln, dass sie ihm schenkt, wenn sie den Blumenstrauß überreicht bekommt. Wir sehen Liebe, wenn eine Mutter zu ihrem Kind eilt, dass bei den ersten Gehversuchen hingefallen ist und wir spüren die Liebe im ruhigen Atem unserer Kinder, wenn wir sie in unseren Armen in den Schlaf wiegen.

Liebe liegt aber auch in all den Taten verborgen, die wir oft als schlimm, ungerecht und verabscheuungswürdig empfinden. Doch wenn wir genau hinschauen, können wir sie erkennen. Damit rechtfertigen sich nicht in unser aller Verständnis diese Taten, aber wir können besser verstehen, warum sie geschehen. Liebe liegt auch darin, wenn zwei Menschen sich streiten und sich dabei gegenseitig ihre unschönen Eigenschaften und Verhaltensweisen an den Kopf werfen. Liebe ist darin verborgen, denn beide handeln aus der Angst heraus, die Liebe, die sie durch ihren Partner so stark spüren können, verlieren zu können. Wir handeln dann oftmals unüberlegt und werden hart und teilweise ungerecht, doch eigentlich wollen wir die für spürbare Liebe bewahren.

Ein Mensch, der im Gerichtssaal den Mörder eines Angehörigen erschießt, handelt aus purer Liebe. Aus dem Verlust heraus, den er glaub spüren zu müssen, weil ihm augenscheinlich Liebe genommen wurde. Aber auch im Akt des Mordes – und das wird nicht jeder von Euch so annehmen können – steckt der Wunsch nach Liebe. Es mag Aufmerksamkeit sein, die dieser Mensch so dringend benötigt, dass er eine solche Tat begeht oder vielleicht ebenfalls die Angst davor, gespürte Liebe andernfalls zu verlieren.

Wir alle handeln immer nur aus diesen beiden Motiven, weil wir lieben oder weil wir Liebe suchen. Es gibt keine Ausnahme. Wenn wir uns schnellen Sex in einer Bar suchen, dann suchen wir eigentlich die Liebe zu uns selbst, weil wir sie gerade nicht erkennen können und den anderen benötigen, damit er uns zeigt, wie wundervoll und liebenswert wir sind. Wenn wir einem älteren Menschen über die Straße helfen oder eine Wasserkiste die Treppen herauf tragen, handeln wir aus reiner Liebe, denn wir wissen, dass auch wir eines Tages auf liebende Gesten anderer angewiesen sein könnten. Wenn wir eifersüchtig sind, handeln wir aus Liebe, weil wir auch hier Angst haben, dass uns Liebe abhandenkommen könnte.

An Tagen wie heute empfinde ich einen inneren Frieden, weil ich weiß, dass Liebe niemals abhandenkommen kann, denn sie ist immer da. In all ihren Facetten und mit all ihren unterschiedlichen Gesichtern, die wir niemals im Laufe eines Lebens selber kennenlernen können und doch jedes davon schon kannten, bevor wir dieses Leben anfingen. Liebe ist in allem und zeigt sich durch alles, egal wie unmöglich es uns erscheinen mag. Wir müssen nur genau hinschauen und können sie erkennen. Und an Tagen wie diesem versuche ich mich mehr und mehr in Achtsamkeit für die Liebe zu üben, damit ich immer ein wenig mehr in diesem Bewusstsein von Liebe ruhen kann.

Wenn die Zeit langsam verrinnt…

Ich hatte vor einigen Tagen die wundervolle Gelegenheit, neben einem fantastischen Menschen die Nacht verbringen zu dürfen. Nein, nein, wer nun glaubt, dass es um Sex geht, den muss ich enttäuschen, beziehungsweise den kann ich beruhigen. Es war eine Nacht, in der ich einfach die unbeschreiblich schöne Möglichkeit hatte, festzuhalten und festgehalten zu werden.

Das Großartige an solchen Momenten ist, dass wir das Gefühl von Einheit und Zusammenhalt ganz unmittelbar empfinden. Dort, wo wir uns sonst vielleicht von anderen Menschen abgespalten fühlen, entsteht dieses vertraute Gefühl einer immerwährenden Verbindung, die sich in diesem körperlichen Beisammensein manifestiert. Es fühlt sich so an, als würden wir endlich verstanden werden. Als wären alle unsere Wünsche und Bedürfnisse wie ausgelöscht, weil sie schlicht nicht mehr vorhanden sind. Die Reinheit der sich berührenden Körper zweier Menschen, die es zulassen können, aus tiefstem Herzen Zuneigung füreinander auszudrücken, ist unglaublich beschwingend und es gibt in solchen Momenten nichts, das sich besser anfühlen könnte. Und selbst als dieser Moment endete, habe ich ihn über einen langen Zeitraum nachschwingen gespürt.

Der Wecker hatte uns, wie sonst mich jeden Morgen, um 7.00h geweckt, aber wir konnten uns noch 30 Minuten gönnen, einander zu spüren und mit unseren Sinnen wahrzunehmen. Doch irgendwann kam der Zeitpunkt, an dem eine Trennung unausweichlich wurde. Die alltäglichen Pflichten standen an. Als ich dann um kurz nach 7.30h wieder allein in meiner Wohnung war, traf ich eine Entscheidung. Die alltägliche Routine des Erwachens und des Schreibens meiner Morgenseiten, sowie des Frühstücks habe ich kurzerhand über den Haufen geworfen. Stattdessen nahm ich mir eine weitere halbe Stunde bis 8.00h um einfach nur dazuliegen in der morgendlichen Dämmerung und den Moment nachschwingen zu lassen. Eine Kerze erhellte den Raum ganz sanft und so konnte ich die Augen schließen und schlichtweg den Moment in seiner puren Reinheit fühlen.

Sicherlich kennt Ihr das auch, dass man noch ein paar Minuten hat und die Augen schließt und sobald man das nächste Mal auf die Uhr schaut, ist dieser Zeitraum schon vergangen. Beinahe enttäuscht rafft man sich auf, um die anstehenden kleinen und großen Pflichten zu erfüllen. Doch so war es neulich morgens eben nicht. Es schien fast so, als sei diese halbe Stunde eine halbe Ewigkeit gewesen. So als hätte die noch im Raum befindliche Energie der zwei Körper die Zeit dazu gebracht langsamer zu fließen – beinahe stehen zu bleiben.

Es schien mir fast so, als sei das Universum stehen geblieben, um selbst diesen wunderschönen Moment zu genießen und einfach eine Pause einzulegen. Kann es sein, dass zwei Menschen dazu in der Lage sind? Die Zeit langsamer fließen zu lassen? Aus der Reinheit ihrer Zuneigung?

Ich hatte schon längst die Antwort auf diese Frage für mich gefunden, doch vor ein paar Tagen hat mir dieses Erlebnis sehr unmittelbar gezeigt, dass diese Antwort nicht nur eine Annahme gewesen war, sondern eine kleine innere Wahrheit. Das Universum schenkt uns eben hin und wieder, sofern wir aufmerksam sind, die kleinen Beweise für all die Antworten auf all die Fragen, die in unserem tiefsten inneren Ich schlummern. Sie sind bereits dort und wenn wir wollen, erleben und erfahren wir diese Antworten auch.

Ich freue mich, dass dieser Mensch in mein Leben getreten ist und welchen Weg wir auch immer gemeinsam gehen, wie lang der gemeinsame Pfad auch sein mag, ich freue mich über alles, was er mit sich bringen mag.

Euch eine ruhige Nacht, wunderschöne Träume und vielleicht auch einen intensiven Moment des Festhaltens und Festgehaltenwerdens.

Bezeugen der Liebe

Aus meinen morgendlichen Gedanken, die ich heute mit Euch teilen möchte:

Manchmal fragen wir uns, wohin der Weg unseres Lebens gehen kann. Wohin soll er überhaupt führen? Es drängt uns, dies herauszufinden und wir fragen uns, warum wir es nicht wissen. Warum wir uns so schwer damit tun, den Weg zu sehen. Tage und Nächte verstreichen und manchmal wirkt die Realität alles andere al real – eher unwirklich. Und dennoch ist alles da, was wir brauchen, nichts fehlt. Woher kommen unsere Zweifel? Woher kommt die Angst? Angst vor Versagen, Angst den Weg nicht zu sehen, Angst davor, von ihm abzukommen. Angst vor Verlust, Angst vor Verzicht.

Wir leben in einem System, welches sich selbst erhält und eigentlich keine Fragen offen lässt. Jedes Wesen hat seinen eigenen Platz in diesem System und jedes davon findet seine Bestimmung. Es gibt weder verlorene Seelen, noch vom Wege abgekommene Schafe.
Niemand ist falsch oder anders, als er sein sollte. Wir dürfen straucheln und dann fallen, weil wir jederzeit wieder aufstehen und weitergehen können. Es sind nur kleine Hindernisse, Dinge, die uns aufhalten, aber niemals gänzlich stoppen können, wenn wir es nicht so wollen.
Es gibt nichts, für das wir uns schämen müssten, denn alles ist nur ein Ausdruck von Liebe, die versucht, sich selbst als genau das zu verstehen. Ohne die Dualität unserer Wahrnehmung könnten wir dieses Gefühl niemals erfahren. Und so erhält sich diese konstante Kraft stets und ohne Ausnahme. Sie unterliegt Veränderungen, ist aber immer da. Sie ist Teil des Universums, der Realität und des großen Ganzen, aus dem wir alle entspringen. Nur durch sie kann es weiterhin Leben geben. Aus ihr entfalten sich andere wundervolle Kräfte wie Kreativität, Leidenschaft, Glück und Freude. Nur durch sie können wir das Lachen eines Kindes als etwas spüren, dass unser Herz ganz tief berührt. Nur durch sie können wir Genuss empfinden, wenn wir die lebenspendende Wärme der Sonne auf unserer Haut spüren. Aber auch nur durch sie können wir erfahren, was Schmerz, Grauen und Leiden sind:

Immer dann, wenn sie sich selbst zu erkennen versucht – und wir sind Ihre Zeugen.

Perspektiven der Wahrnehmung

Seit einigen Tagen kränkele ich nun schon etwas herum. Ich hatte mich sowieso schon gefragt, wann denn mein Schutzschild „endlich“ aufgibt und somit Bakterium und Virus freien Einzug in den Körper lässt, wo doch sowieso fast alle um mich herum in den letzten Wochen durch Husten und Schnupfen geplagt waren. Ich habe ja meine eigene Auffassung darüber, warum wir krank werden und die weicht ein wenig von der eindimensionalen Sicht der Schulmedizin ab. Dennoch ist es wahrscheinlicher, wenn sowieso gerade viele Erreger in der Gegen unterwegs sind, dass diese dann auch ihre nervigen Auswirkungen im Körper lostreten können. Wie auch immer, seit Tagen schleppe ich nun irgendetwas mit mir herum, ohne dass es sich wirklich manifestieren wollte. Aber es war da… Abgeschlagen, müde, etwas schwummerig – das sind die typischen Vorboten bei mir, welche ich schon einige Tage unterschwellig spürte. Mir wurde dann im direkten sozialen Umfeld auch das eine oder andere Mal mit beachtlich großer Überzeugung unterbreitet, wie schade es doch sei, wenn ich nun krank würde, wo doch das Wetter am Wochenende so toll werden wird. Mein einziger Gedanke dabei war, dass ich darauf nun mal keinen Einfluss habe, dass das Wetter ausgerechnet dann gut wird, wenn ich mich krank fühle und daher sicherlich mein Leben nicht in einem Zustand katastrophaler Verzweiflung fallen würde. Aber ich kenne ja meine Freunde und Bekannten und weiß, dass sie es ja nur gut meinen und ihr Bedauern ausdrücken wollen.
Wie auch immer, den gestrigen Tag konnte ich trotz dieses kodderigen Grundgefühls sogar sehr genießen. Wie das sein kann? Ja, das ist eine gute Frage. Ich habe, wie beinahe jedem Samstag, meine frühe Yoga-Praxis genossen und wie konnte es auch anders sein, meine Yoga-Lehrerin hatte promt die Kräftigung des Immunsystems auf dem Programm. Wer es nicht weiß: Im Yoga kann man sich durchaus einen Fokus setzen, worin genau sozusagen das Ziel einer Stunde liegen soll. Aber auch der Lehrer kann durch die Wahl der Asanas bestimmte Meridiane und Energiebahnen gezielt aktivieren und mache sind eben gut für die Organe, andere für das Immunsystem und so weiter an. Nach dem Yoga habe ich dann auch noch einen kleinen Spaziergang gemacht. Das Wetter war ja nun mal so schön und das muss doch genutzt werden. Nein, in der Tat habe ich das genossen, weil ich es genießen wollte und nicht weil es gerade schön war und ich es genießen musste. Außerdem stand noch ein kurzes Treffen mit einer sehr lieben Frau auf dem Programm, die ich vor fast zwei Jahren, nämlich Silvester 2012/2013 kennengelernt habe. Das ist übrigens ein Erlebnis, von dem ich auch einmal schreiben könnte, aber das würde den Rahmen heute sprengen. Es gibt ja noch andere Tage, tage an denen es regnet oder so. Wie auch immer, ich freute mich also auf meine kleine Verabredung, habe darüber hinaus noch ein paar Lebensmittel eingekauft, abends lecker gekocht, gelesen und entspannt. Spricht, ich habe den Tag somit rundherum genossen.
Als ich dann heute Morgen erstmalig wach wurde, war sofort klar, dass ich mein sonntägliches ca. zweistündiges Ausdauersportprogramm mal schön streichen konnte, denn mein Kreislauf machte deutlich, dass das auf gar keinen Fall zur Debatte stand. Ich habe also meinen Mitstreitern in den Kursen kurz eine Nachricht geschrieben, dass ich nicht dabei sein werde, mich danach nochmal umgedreht und kurzerhand bis 11.22h weiter geschlafen. Dann wurde ich jedoch durch die unmissverständliche Botschaft meines Körpers geweckt, die da lautete, dass ich mich schnellstens in Richtung Badezimmer zu bewegen habe. Die kleinen, jedoch beständig und recht kurzfristig stärker werdenden Krämpfe im Darmbereich ließen mich ahnen, dass die Kränkelei nun wohl endlich ihren Weg nach außen finden wollte – Im wahrsten Sinne des Wortes. Details will ich Euch an dieser Stelle ersparen, aber wir wissen wohl alle, wie sich das anfühlt.
Nachdem mein stoffliches Wesen sich nun also diverser Dinge entledigt hatte, warf ich einen Blick nach draußen und mir wurde klar, dass ich ja auch heute einen wundervoll sonnigen Tag „verpasse“, weil ich ja so schrecklich krank bin und alles so grausam und fürchterlich ist und überhaupt das Leben so ungerecht ist, dass es mir das antut… Häh? Moment mal, so denke ich doch gar nicht mehr…
Es ist doch am Ende meine Entscheidung, was genau ich mit dieser Situation mache. Ja, wenn uns der Darm im Stich lässt, wollen wir sicherlich nicht den ganzen Tag unterwegs sein, um dann in diesen Momenten der einsetzenden Krämpfe panisch nach einem stillen Örtchen zu suchen, welches dann auch noch zu großer Wahrscheinlichkeit besetzt ist. Wie könnte es auch frei sein, wenn wir uns doch schon einreden, dass es bestimmt besetzt ist. Das Universum KANN dann ja nicht anders, als uns diesen Wunsch zu erfüllen. Und dennoch kann ich meinen Tag genießen, oder?
Na klar kann ich das. Ich sitze einfach gerade mit einer Kanne Tee – passenderweise hatte ich noch entsprechend magen- und darmwirksamen Kräutertee im Haus – und schreibe mir einfach frei von der Seele, was ich gerade denke und fühle und bin ganz erstaunt ob der Heiterkeit, die sich hoffentlich auch in diesen Worten übertragt. Die Sonne scheint dabei und es fühlt sich wärmer an, als an so manchem Tag im Juli und August diesen Jahres. Was bitte will ich denn mehr?
Jaja, ich weiß, es könnte viel toller sein, wenn da eben nicht der Kräutertee stehen müsste, sondern vielleicht ein Cuba libre mit Eiswürfeln und so einem Papierschirmchen, bei denen ich mich immer noch frage warum die im Design nicht mal auf das neue Jahrtausend aktualisiert werden. Nein, eigentlich frage ich mich, warum die überhaupt noch hergestellt werden. Die gehören in diese Kategorie von Dingen, die die Welt nicht braucht, aber doch immer da sind.
Aber zurück zum Thema: WER bitte entscheidet, dass das eine besser und angenehmer ist, als das andere? Das mache ich doch selbst! Es liegt doch in meiner Verantwortung, wie ich die Dinge, die gerade den Ist-Zustand prägen, sehe und empfinde. Nicht das außen bestimmt meine Wahrnehmung.
Ich höre beinahe in meinen Ohren die Worte, wie ich sie von einigen Freunden, Bekannten, Verwandten oder auch Kollegen kenne: „Ach ja, das ist ja schön, aber schade, dass es nicht noch schöner sein kann und Du dabei gesund bist.“ Bitte? Es könnte noch viel schlimmer sein, worüber ich aber gar nicht nachdenken mag, weil das absolut überflüssig ist. Wieso sollte ich mir ausmalen,, wie viel schlimmer es mir gehen könnte. Es geht mir gut, trotz dieses Gegrummels, also belassen wir es auch dabei. Genauso ist es vertane Energie, sich darüber Gedanken zu machen, wie viel besser es wäre, wenn ich gesund sein würde. Ich BIN es nun mal gerade nicht und daher bin ich doch einfach nur dankbar, dass immerhin die Sonne scheint und ich nicht zu krank bin, sondern ich diese noch genießen kann.
Tja und da kommt sie ins Spiel – die Perspektive. Sie ist einfach der maßgebliche Teil unserer Wahrnehmung. Es ist die Perspektive, die uns die Realität so erleben lässt, wie wir sie erleben. Es ist dabei unsere eigene Entscheidung, welche „Brille“ wir aufsetzen und wie wir damit unsere Umgebung filtern. Es ist Mitte Oktober, die Sonne scheint und es sind gefühlte 30 Grad. Es gibt nun mehrere Möglichkeiten, wie ich dies wahrnehmen kann:
Ich kann es einfach mal so hinnehmen, dass es trotz der späten Jahreszeit noch einmal richtig warm ist und setze mich nach draußen und genieße die wärmende Kraft, die die Sonne heute hat.
Ich könnte mich aber auch aufregen, dass es den ganzen Sommer über nur so schlecht war und ausgerechnet jetzt, wo die Tage nur so kurz sind und man doch fast gar nichts mehr davon hat, scheint die Sonne aus allen Löchern. Ich könnte mich weiter da hinein steigern aufregen, wie ungerecht die Welt und die Sonne doch ist und den Tag verfluchen und einfach schlecht drauf sein.
Ich kann ebenso gut rumjammern, dass es für Oktober doch viel zu heiß ist und dass es ja nie das gesunde Mittelmaß gibt und wir schon so ewig lang immer nur kalt und Regen oder heiß und Sonne haben und es nie so richtig angenehm ist und auch das ist so ungerecht und ich verfluche die Welt und habe einen bescheidenen Tag.
Das Dumme dabei ist nur, dass es immer noch meine eigene Entscheidung ist, wie ich den Tag erlebe. Die Sonne trägt daran keine Schuld und auch nicht die Tatsache, dass sie gerade ein wenig zu heiß für diese Jahreszeit ist. (Wer sagt überhaupt, wann es für welche Jahreszeit zu heiß ist?) Nein, es ist meine eigene Verantwortung zu entscheiden, wie ich die Sonne an diesem Tag wahrnehme.
Genauso ist es auch mit meiner Kränkelei. Ich könnte nun rumjammern, dass ich ja eigentlich gerne zum Sport wollte und vielleicht mit meinen Sportmädels im Anschluss noch ein letztes Eis aus Kölns bester Innenstadteisdiele hätte genießen können. Es wäre mir möglich mich darüber ärgern, dass das allgemeine Unwohlsein es mir sowieso vermiest, die Sonne zu genießen, einfach weil das krank fühlen sowieso von Haus aus Mist ist und alles dadurch einfach doof wird. Pfff, wenn ich diese Gedanken so aufschreibe, muss ich zwangsläufig an trotzige Kinder denken, die nicht das bekommen, was sie wollen und wenn wir eins wissen, dann dass trotzige Kinder keine angenehmen Zeitgenossen sind. Warum also sollte ich mir selber antun, zu einen trotzigen Kind zu werden, wenn draußen doch so wundervoll die Sonne scheint und ich die Wärme der Sonnenenergie auf meiner Haut spüren kann? Dabei lehne ich mich doch lieber entspannt zurück und höre etwas meditative Musik oder lese ein lustiges Buch. Das lese ich in der Tat gerade und ich habe Autorin Bettina Hennig versprochen, es Euch ans Herz zu legen, wenn es mir gefällt und es gefällt mir bisher sehr gut! Dazu dann zu gegebener Zeit mehr und an dieser Stelle, zurück zum Thema: Ja, Lesen oder Musik in der Sonne hören und dabei entspannt den gegenwärtigen Moment genießen wird sicherlich meinem Metabolismus eher zu Gute komme und die Genesung begünstigen, als die Rumzankerei mit mir selber, die energetisch auf so niedrigem Niveau von statten geht, dass der Körper fast schon verzweifelt, weil er den Weg zum gesunden „Normalzustnd“ gar nicht mehr findet…
Und damit komme ich zwangsläufig erneut zu dem Schluss, dass es eben einfach in mir selbst und an mir selbst ist, wie ich den Tag erlebe und wie meine Realität sich gestalten soll. Da ist kein anderer, der die Schalter drückt oder das wirklich beeinflussen kann.
Dabei fällt mir noch ein, was so oft in Gesprächen mit anderen Menschen auftaucht und von dem auch ich mich natürlich nicht immer frei machen kann. Wenn wir uns nämlich beispielsweise mit Freunden über erlebte Konflikte austauschen und gerne ein Satz fällt wie: „Boah, der hat mich so genervt, dass…“. Eigentlich ist das nicht richtig und es würde helfen, wenn wir während dieses Gedanken einmal die Perspektive wählen, mit der wir in der Lage sind, selbstbestimmt das Leben zu leben. Dazu brauchen wir diesen Satz nur umformulieren und schon hat der, der uns genervt hat, direkt keine Macht und keinen Einfluss mehr auf uns. Wir machen daraus einfach: „Boah, ich hab mich von dem so nerven lassen, dass…“, und alles wird plötzlich viel einfacher. Ich kann sofort entscheiden, dass ich mich einfach ab sofort nicht mehr von dem anderen nerven lasse. Das geht leider nicht, wenn der andere mich genervt hat… wie soll ich da – also wie könnte ich da – hmm…
Eben. Damit obliegt uns nicht mehr die Möglichkeit der Entscheidung. In vielen Situationen reicht dieser kleine Wechsel der Perspektive, der uns ermöglicht, den Tag bewusst zu genießen, egal mit welchen Überraschungen er auf uns wartet.
Ich überlasse Euch nun Eurem Sonntagskuchen oder was auch immer Ihr so zu tun vorhabt. Ich erfreue mich immer noch der Tatsache, dass mein Körper so wunderbar funktioniert und sich zu wehren weiß, wenn etwas in ihm arbeitet, dass da an sich nichts zu suchen hat und genieße weiter die Sonne…
Warum auch nicht..?
Was sollte mich davon abhalten..?
Achja, ich bin ja krank. Boah, ist das Scheiße. Das nervt mich so sehr, dass ich es gar nicht in der Sonne aushalte. Die ist ja eh viel zu heiß für Oktober. Dass es aber auch nie mal Wetter gibt, welches ausgewogen ist. Immer nur kalt und Regen oder Sonne und megaheiß. Mann, das Leben ist aber so was von ungerecht…
Schönen Sontag und einen grandiosen Wochenstart! 😉

Die Kraft der Liebe

Liebe ist etwas Großartiges.
Liebe drückt sich für uns Menschen in vielen unterschiedlichen Formen aus. Eine dieser Formen genießen wir besonders gern. Es ist die leidenschaftliche und körperliche Liebe, die wir mit anderen Menschen teilen können. Darin sind wir bestrebt mit einem anderen Menschen total zu verschmelzen. Wir wagen den physischen Versuch, mit einem anderen Lebewesen zu einer vollkommenen Einheit zu werden. Wir suchen diese Einheit, in welcher wir uns in unserem reinen energetischen Zustand vor und nach einer materiellen Existenz immer befinden. Diese Tatsache lässt uns als materielle Wesen immer wieder nach Einheit streben. Sexualität und ihre Freuden der Liebe sind dabei der für uns physisch am stärksten spürbare Weg. Wie grausam, dass Sexualität trotz ihrer intensiven Freude über Jahrhunderte von den Lehren des Glaubens oftmals verteufelt wurde und noch heute verteufelt wird. Dieser sexuelle Akt ist ein Ausdruck von Liebe. Er ist wundervoll und sollte stets ohne Gewissensbisse ausgelebt werden dürfen.
Es gibt auch die geistige und mentale Liebe. In dieser erfahren wir Verbundenheit auf einer anderen Ebene. Wir begegnen manchmal anderen Wesen und erspüren, dass diese uns auf mentaler Ebene sehr nah sind. Wir haben ein unmittelbares Verständnis für jene Lebewesen, die wir so erfahren können. Unsere Gedankengänge ähneln sich und wir verstehen diesen Menschen viel schneller, besser und unmittelbarer, als andere. Wir können vorhersehen, was ein uns mental verbundenes Wesen denkt, fühlt, sagt ohne, dass es einer Erklärung hierfür bedarf. Teilweise verwenden wir die exakt gleichen Worte und erfahren hierdurch ein gegenseitiges geistiges Verschmelzen. Diese geistige Verbundenheit ist ebenfalls ein Ausdruck von Liebe.
Es gibt auch noch die Form spiritueller und seelischer Liebe. Sie ist die Urkraft, die hinter allen anderen Ausdrucksformen der Liebe steht. Sie ist die Energie, die nicht urteilt und nicht fordert. Die Kraft, die einfach nur schenkt und gibt, wahrnimmt und zulässt. Denn sie weiß, dass darin auch ohne ein Verlangen bereits das Annehmen und Bekommen inbegriffen ist. Diese Kraft ist so stark, dass sie durch nichts erschüttert werden kann. Sie hält das Universum zusammen. Sie sorgt für das brennende Feuer in den Sonnen der Galaxien. Sie sorgt für den immerwährenden Austausch von Elementen, von Atomen und subatomaren Teilchen. Sie lässt Leben entstehen und wieder verenden, in einem wiederkehrenden Kreislauf. Sie kreiert Wasser, Erde, Luft, alle Materie und alles Feinstoffliche. Sie drückt jedes Gefühl in uns aus und gibt uns die Möglichkeit, diese zu erfahren. Diese Liebe ist bedingungslos und unendlich. Diese Liebe will nichts erlangen, nichts besitzten, nichts werden. Diese Liebe IST.
Sie kann nicht gekauft oder gestohlen werden. Ist weder unrein noch mangelhaft, weder gut noch schlecht, richtig oder falsch. Liebe ist eine Kraft in der Unendlichkeit des Daseins und in der Unendlichkeit des Alls. Sie IST die Unendlichkeit.
Wenn wir Liebe teilen, dann wird sie dadurch nicht weniger. Sie ist nicht wie eine endliche Torte, die für den Einzelnen weniger wird, je mehr von ihr kosten wollen. Sie kann nicht verbraucht oder gar verschwendet werden. Nein, Liebe ist so kraftvoll, dass sie immer größer wird, je mehr sich ihr hingeben und sich zu ihr bekennen. Sie wächst im Teilen, wird stärker, größer, wärmer, intensiver. Liebe kann niemals enden. Sie existiert aus sich heraus, ist das Erste und das Letzte, das existiert.
Sie ist die Kraft, die eine jedes Seele auf ihrer Reise stets begleitet, denn eine jede Seele ist nicht anderes als LIEBE.

DU bist LIEBE!

 

Jeden Morgen schreibe ich drei Seiten handschriftlich. In der Regel mache ich dies direkt nach dem Aufstehen. Es ist Teil eines „Workshops“ aus einem Buch, welches ich demnächst auch plane in meinen Tipps vorzustellen. Oftmals bin ich erstaunt über die Dinge, die bereits früh morgens aus meinen Gedanken fließen und eigentlich behalte ich diese Gedanken für mich. Heute waren sie jedoch sehr intensiv und so wundervoll, dass ich sie in diesem Artikel teilen wollte.